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Duisburg
Studierende im Sicherheitsrat

Duisburg. 31 Studentinnen und Studenten der Universität Duisburg-Essen reisen heute für zwei Wochen nach New York, wo sie zusammen mit Tausenden Studierenden aus aller Welt, eine UN-Sitzung simulieren. Von Marc Kluge

31 Studierende der Universität Duisburg-Essen fliegen am heutigen Donnerstag nach New York. Dort verbringen sie die nächsten zwei Wochen und nehmen an der weltweit größten Model United Nations (MUN) Sitzung teil. Zur Vorbereitung auf die Tagung treffen sie sich unter anderem vorab mit Vertretern der Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank.

Duisburger "vertreten China"

Tausende Studierende aus aller Welt kommen nach New York und schlüpfen in die Rolle internationaler Diplomaten in verschiedenen Organen der UN. Für die Duisburger Delegierten wird es spannend, sie vertreten die Vetomacht China im Sicherheitsrat. Die jungen Delegierten stehen vor einer schwierigen Herausforderung: Es gilt, den eigenen politischen Standpunkt außen vor zu lassen und ganz in die Rolle eines chinesischen Diplomaten zu schlüpfen. Doch an namhafter Hilfe mangelt es nicht. Der Botschafter der Volksrepublik in Deutschland, Wu Hongbo, empfing die Delegation bereits in der chinesischen Botschaft in Berlin. Dort gaben er und sein Stab den Duisburger Studierenden zahlreiche Informationen und Hinweise darüber, wie China im Rahmen der New Yorker MUN authentisch repräsentiert werden kann. Es ist aber nicht nur wichtig, die richtigen Inhalte bei der Konferenz zu vertreten: Auch die UN-Geschäftsordnung wird exakt übernommen. Die Delegierten müssen auf Redezeiten, die korrekten Anreden und vieles mehr achten. Und das natürlich durchgehend in englischer Sprache.

Ende Januar fand bereits eine MUN-Simulation im kleineren Rahmen an einem Essener Gymnasium statt. Studierende aus Duisburg und Schüler aus Essen bereiteten gemeinsam eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats vor und schlüpften in die Rollen von Delegierten. Nach einem langen Tag voller Debatten in der Schulaula, streng nach UN-Geschäftsordnung versteht sich, wurde schließlich eine fiktive Resolution verabschiedet. Im Juni rundet die 6. DuEMUN das ereignisreiche Jahr für den DuEMUN e.V. schließlich ab. Unter dem Banner des Kulturhauptstadt 2010-Programms simulieren 200 Studierende in Duisburg über vier Tage hinweg verschiedene Organe der UN. "Wir freuen uns auf eine große internationale Tagung.", so Vereinssprecher Kolja Brandstedt. Die Anmeldung für die Tagung ist momentan noch im Webauftritt des DuEMUN Vereins möglich. www.duemun.de Alle drei Konferenzen haben eines gemeinsam, so der Duisburger Politikwissenschaftler Dieter Reinhardt: " MUNs vermitteln Studierenden und auch Schülern einen spannenden Einblick in die Dynamik internationaler Politik , den sie so direkt im Rahmen ihres Studiums nicht bekommen würden."

Quelle: RP
 
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