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Duisburg
Tänzer beweisen viel Rhythmusgefühl

Duisburg: Tänzer beweisen viel Rhythmusgefühl
Zu den akrobatischen Tanznummern gehören auch coole Outfits. FOTO: christoph reichwein
Duisburg. Am Wochenende fanden die Vorentscheide der Duisburger Tanztage in der Kategorie Hip-Hop und Breakdance statt. Das Publikum in der vollbesetzten Rheinhausen-Halle zeigte sich begeistert. Von Vanessa Prattes

Der Andrang ist groß in der Rheinhausen-Halle. Es ist Samstagnachmittag und der Gong erklingt zum zweiten Mal. Vor dem Eingang haben sich lange Schlangen gebildet. Etwas abseits steht eine Gruppe von Tänzerinnen, die nach ihren Verwandten Ausschau hält. Eine von ihnen ist Marie Hoffmann. "Jetzt bin ich doch ganz schön nervös. Ich hoffe, alles klappt, schließlich proben wir seit einem halben Jahr für diesen Auftritt", sagt die vierzehnjährige Schülerin und streicht sich die bunte Strähne im Haar aus dem Gesicht. Marie ist Teil der sogenannten "Blessed Experiment Gruppe" der Tanzschule TS MOVEMENTS, die an diesem Samstagnachmittag am Vorentscheid der Kategorie Hip-Hop und Breakdance im Rahmen der Duisburger Tanztage teilnimmt.

Mit mehr als 5000 Tänzern sind die Duisburger Tanztage das größte Amateurfestival in Deutschland. Zwischen Hip-Hop und Show, Modern Dance und Ballett ist nahezu jede tänzerische Form vertreten. "Alle Formen von Tanz vermitteln die Freude am eigenen Körper und stärken das Selbstbewusstsein", so Kulturdezernent Thomas Krützberg.

Das Alter der Teilnehmenden liegt in diesem Jahr zwischen fünf und 64 Jahren, es ist jedoch besonders geprägt von Jugendlichen. Erwartet werden nach Erfahrungen der Vorjahre rund 12.000 Besucher.

Daher wundert es nicht, dass auch an diesem Tag der Andrang groß ist. Josephine van Holt wartet mit ihrer Mutter in der Schlange. Die Karten habe ihr der Vater zu Weihnachten geschenkt. "Letztes Jahr war ich auch schon hier, das war toll. Ich habe mich natürlich sehr über die Karte gefreut", sagte die Neunjährige und schaut ungeduldig auf die Länge der Schlange bis zum Eingang.

Eröffnet wird die Show von Moderatorin Sabrina Siegel, die durch den tänzerischenTag führt. Unter den Augen der Jury, bestehend aus Choreographen, Tanzpädagogen und Trainern verschiedener Tanzrichtungen sowie ausgebildeten Wertungsrichtern, zeigen die 24 Gruppen aus ganz Nordrhein-Westfalen ihr tänzerisches Können. Zur Bewertung werden die Kriterien Technik, Schwierigkeitsgrad, Choreographie sowie Präsentation herangezogen und nach einem Punktesystem verglichen. Außerdem hat der Zuschauer die Möglichkeit mit einem Stimmzettel seine drei Favoriten zu markieren und so die Teilnehmer des Finalwochenendes mitzubestimmen.

Den Anfang des zweistündigen Programms machte die Gruppe C-4 Juniors II Crew aus Hagen. Bereits dort fiel der geringe Anteil der männlichen Teilnehmer bei 6,3 Prozent des Festivals auf. Die Bühnenoutfits der Gruppen sind genauso individuell, wie deren Performances: maskierte Gesichter, Outfits aus dem Film "Suicide Squad" samt Basketballschläger, schlichte einheitliche Pullis mit dem aufgedruckten Tanzgruppennamen oder seriöse Erscheinungen mit Hemd, Hosenträgern und Fliegen geben der Show ein buntes Erscheinungsbild. Zu den Klängen von R&B Queen Beyoncé, Hip-Hop Klassikern wie Eminem oder Jay-Z, aber auch zu aktuellen Charthits zeigen die Gruppen mit anspruchsvollen Tanzchoreographien die ganze Bandbreite des Hip-Hop und Breakdance Tanzes. Besonders akrobatische Elemente des Breakdances begeistert das Publikum. Die Gruppe UniquenAxx des Krea-Jugendclubs bewies unter anderem mit sogenannten ,,Headspins", bei denen man sich im Kopfstand um die eigene Längsachse dreht, akrobatisches Können. Bei allen Gruppen überzeugt vor allem das Rhythmusgefühl der jungen Tänzer und der Spaß am Tanzen.

Das Feedback der Zuschauer ist durchweg positiv: "Mir hat es sehr gut gefallen. Besonders die Gruppe Finatix", sagt Jill Gelert, die zur Unterstützung von Freunden angereist ist. Dem Ehepaar Sander aus Engelskirchen drückt die Daumen: "Unsere Tochter tanzt bei den No Angelz mit", sagen die beiden. "Wir sind jetzt zum zweiten Mal hier und freuen uns auf das nächste Mal."

Quelle: RP
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