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Duisburg
Talentscouting an der Theodor-König-Gesamtschule in Beeck

Duisburg: Talentscouting an der Theodor-König-Gesamtschule in Beeck
Vorne: Dogan Alkilic, Esra Demirel, Jean-Pierre Akue, Eda Cuvadar; hinten: Sarah Schröter, Cordula Hiller-Kitzmann, Herr Neuhoff, Dirk Winkelmann. FOTO: Schule
Duisburg. Die Universität und die Schule im Duisburger Norden haben eine Vereinbarung getroffen, die Schülern neue Chancen bieten soll.

Die Theodor-König-Gesamtschule in Beeck und die Universität Duisburg-Essen haben vereinbart, die bisher schon bestehende gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule noch intensiver zu gestalten. Dabei wird vor allem das Thema "Talentförderung" in den Blick genommen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.

In Deutschland entscheiden oftmals nicht vorhandene Talente über den Bildungsweg, sondern die familiären Hintergründe. Hier setzt das NRW-Talentscouting an. Ein zentrales Ziel des Programms ist es, jungen Menschen gleiche Bildungschancen zu ermöglichen - unabhängig vom Einkommen, Bildungsstand oder der Herkunft der Eltern. Talentierte Jugendliche aus weniger privilegierten Verhältnissen werden ermutigt, sich ein Studium oder eine Berufsausbildung zuzutrauen und dabei unterstützt, diesen Weg erfolgreich zu bestehen.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft stellt dafür bis 2020 jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Im Herbst 2016 wurde das Talentscouting auf Hochschulen in ganz NRW ausgeweitet. Aktuell beteiligen sich 14 NRW-Hochschulen an dem Programm, u.a. auch die Universität Duisburg-Essen.

Die Projektkoordinatorin der Uni Duisburg-Essen, Sarah Schröter: "Unsere Erfahrungen sind insgesamt ausgesprochen positiv. Die Schulen unterstützen unseren Ansatz sehr engagiert. Die Rückmeldungen der Lehrer und Schüler belegen, dass die Talente im hohen Maße von unseren Angeboten profitieren." Von Seiten der Schule ist insbesondere die Oberstufenkoordinatorin der Theodor-König-Gesamtschule, Frau Hiller-Kitzmann, in das Projekt eingebunden. Frau Hiller-Kitzmann ist für ihre erfolgreiche Arbeit in der Talentförderung vor kurzem schon mit dem Landespreis "Talent-Award" ausgezeichnet worden: " Wir haben hier etliche hoch talentierte und leistungswillige Schüler/innen, die aber oftmals Unterstützung beim Aufzeigen von Wegen zum passgenauen Übergang ins Studium oder in die Ausbildung brauchen. Und das Ziel des Projekts muss für den Einzelnen nicht immer ein Studium sein."

Die beiden Talentförderinnen betreuen die am Projekt teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gemeinsam und intensiv. Beide suchen geeignete und auf die einzelnen zugeschnittene Angebote aus. Diese reichen von individuellem Coaching zu beispielsweise speziellen Workshops, Potenzialanalyse, Sprachförderung, Stipendienberatung. Der "Talentscout" der Uni ist ein- bis zweimal pro Monat in der Schule und führt Gespräche mit interessierten Schüler/innen. Die Begleitung durch die Hochschule beginnt in der Oberstufe ab 11. Klasse und ist langfristig angelegt. Bis ins Studium hinein stehen Ansprechpartner der Hochschule zur Verfügung und verstehen sich als Begleiter und vor allem als "Mutmacher" bei der individuellen Berufs- und Studienorientierung.

Das Projekt "Talentscouting" und die enge Zusammenarbeit mit der Universität bieten gerade für die Schüler aus dem Duisburger Norden ganz besondere Möglichkeiten, sich mit fachkundiger Unterstützung gezielt über eine Hochschulausbildung zu informieren und sich darauf vorzubereiten.

Schulleiter Dirk Winkelmann: "Das Projekt "Talentscouting und -förderung" leistet einen ganz wichtigen Beitrag zur Herstellung von Chancengleichheit für Schüler/innen unserer Schule. Viele kommen aus weniger privilegierten Verhältnissen, sind aber ehrgeizig und leistungswillig und dankbar für die hier vereinbarten Unterstützungsangebote."

Stellvertretend für die an dem Projekt teilnehmenden Schüler/innen waren bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung vier Schülerinnen und Schüler der Theodor-König-Gesamtschule anwesend. Sie berichteten alle davon, dass es in ihren Familien keine akademische Erfahrung gibt, die sie auf ihrem weiteren Weg beraten und unterstützen könnte. Deshalb nehmen sie die Angebote der Uni dankend an. Jean-Pierre Akue (Jgst. 12), Esra Demirel (Jgst. 12) Dogan Alkilic (Jgst. 13) und Eda Cuvadar (Jgst. 11) investieren in die Angebote der Hochschule auch viel eigene Freizeit.

Der Lohn dafür können neben der ideellen Unterstützung auch durchaus Stipendien sein. Esra Demirel und Jean-Pierre Akue: "Diese Unterstützung eröffnet uns auch finanziell die Möglichkeit zur Aufnahme eines Studiums."

Quelle: RP
 
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