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Duisburg
Talk über Arbeitsmodelle der Zukunft

Duisburg. Fünf Frauen und ein Mann in Führungspositionen aus der Region diskutierten jetzt beim "M-Talk" im Haus der Unternehmer über Märchen und Realitäten der "schönen neuen Arbeitswelt". Von Cornelia Brandt

Die Zukunft gehört dem selbstbestimmten Arbeiten, der freien Orts- und Zeitwahl, dem Ergebnis. Frauen können Beruf, Familie und Karriere ohne Konflikte, stressfrei und effizient vereinen. Die Freude am Gestalten und realisieren sind ganz wesentliche Merkmale der neuen Arbeitskultur. - Stimmt das alles so? Gehören feste Arbeitszeiten nur zu Spießern, und ist Work-Life-Balance tatsächlich problemlos zu gestalten? Unter dem Titel "Schöne neue Arbeitswelt?" trafen sich jetzt vier Managerinnen und ein Manager im Haus der Unternehmer, um im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Märchen und Realitäten der Arbeitswelt zu sprechen.

Unter der Moderation von Anke Fabian diskutierten Karin Aust (Leiterin Kommunikation Organisationsentwicklung, Hüttenwerke Krupp Mannesmann, Duisburg), Barbara Lix (Mitglied des Vorstands, PricewaterhouseCoopers cundus AG, Duisburg), Dr. Anette Brüne (Leiterin Strategische Geschäftsentwicklung, BYK-Chemie GmbH, Wesel), Dr. Katja Werpers (Leiterin Learning, Development & Diversity Management, Thyssen-Krupp Steel Europe, Duisburg) und "Quotenmann" Ekkehard Thomas "Abteilungsleitung Personal, Commerz Direktservice GmbH, Duisburg). Ein Impulsvortag von Ingo Berg (Geschäftsführer Arbeiter-Samariter-Bund Informationstechnik GmbH, Duisburg) ging der Diskussion voraus. Dabei nahm Berg die überwiegend weiblichen Gäste mit auf eine Reise durch die Arbeitswelt der vergangenen 30 Jahre, geprägt durch Computer wie den Commodore VC20, Datenspeicher wie die Datasette mit einer Speicherkapazität von einem Megabyte, Zeiterfassungssysteme per Lochstreifen und das erste "Windows 95" auf dem Rechner, was Berg als die Geburtsstunde des Begriffs "multitaskingfähig" bezeichnete.

Die Trennlinie zwischen Privatem und Beruflichem verwischt in vielen Branchen immer mehr. Geschuldet ist das vor allem der IT-Welt, die ein Leben der Rundum-Bereitschaft mit Spaß vormacht und überwiegend die jüngeren Generationen beschäftigt. Viele Mitarbeiter arbeiten zwar mobiler, sind dadurch aber auch permanent erreichbar. So arbeiten sie etwa vom Homeoffice oder "von unterwegs" aus. Diskussionsthema in diesem Zusammenhang war auch, ob uns die permanente Erreichbarkeit möglicherweise krank macht. Gesprochen wurde auch darüber, welche nichtmonetären Benefits in Zukunft wichtig sein werden, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Die von Moderatorin Anke Fabian selbst entwickelte und moderierte Wirtschaftsgesprächsreihe M-Talk (vormals "Managerinnen-Talk) zur Positionierung von Führungsfrauen läuft seit neun Jahren mit bald f50 Abenden. Frauen in Führungspositionen aus der Region diskutieren dabei aktuelle Themen.

Übrigens: Was zunächst als reine Damenrunde begonnen hatte, wird inzwischen regelmäßig durch einen "Quotenmann" in der Podiumsrunde ergänzt.

Quelle: RP
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