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Theatertreffen separieren

Duisburg. Das waren noch Zeiten, als Deutschlands führende Schauspielhäuser beim Akzente-Theatertreffen im großen Saal des Stadttheaters gastierten und diesen auch füllten. Ein solches Schöpfen aus Deutschlands Theaterfülle kann sich die Stadt Duisburg nicht mehr leisten. Dennoch waren auch diesmal die Gastspiele im Duisburger Theater ausnahmslos erlebenswert. Man musste sich eben damit abfinden, dass mehr als die Hälfte der Aufführungen im Opernfoyer oder im Foyer III stattfanden, also preiswert waren und auch nur ein überschaubar großes Publikum erreichen konnte. Und natürlich ist es Augenwischerei, wenn die Oper "Ariadne auf Naxos" und die "Symphony of Jazz" mit Chris Barber und den Duisburger Philharmonikern Eingang in die Akzente-Broschüre fanden. Mit den Akzenten hatte beide Veranstaltungen nichts zu tun, sie fielen nur zufällig in denselben Zeitrahmen. Abgesehen davon, können die Akzente-Organisatoren mit Recht stolz auf das zurückliegende Festival sein.

Nach den Akzenten ist vor den Akzenten: Ende des Jahres wird sich der Stadtrat mit der Ausgestaltung der künftigen Festivals befassen. Ob sich Duisburg beide große Festivals, Akzente und Traumzeit, künftig noch leisten kann, steht nicht fest. Einfacher dürfte die Entscheidung fallen, das traditionelle Theatertreffen zeitlich von den Akzenten zu trennen. Das erscheint sinnvoll, weil sich erfahrungsgemäß die Interessen von Literaturliebhabern und Schauspielfreunden überschneiden. Das Festival-typische Angebot sollte kein ärgerlicher Konkurrenzkampf werden.

peter.klucken@rheinische-post.de

Quelle: RP
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