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Duisburg
Tierheim ruft zu Kastrationsaktion auf

Duisburg. Damit wildlebende Katzen sich nicht weiter vermehren, müssen sie kastriert werden. Die Bürger in Duisburg werden dabei um Hilfe gebeten. Von Carolin Skiba

Katzen sind neben Hunden des Menschen liebste Haustiere. Wer draußen eine Katze sieht, geht meist davon aus, dass es sich um einen Freigänger handelt, der jederzeit wieder nach Hause zurückkehren kann. Das ist nicht immer so. Viele Katzen leben wild in den Städten, ernähren sich von Abfällen oder auch von den Gaben einiger Mitbürger und - sie vermehren sich rasant. Nur Kastration kann tierfreundliche Abhilfe schaffen. Darum ruft der Duisburger Tierschutzbund dazu auf, Katzen mithilfe einer Katzenfalle, die im Tierheim gegen eine Kaution ausgeliehen werden kann, einzufangen und zur Kastration in die Tierklinik zu bringen. Zuvor jedoch muss das Tierheim kontaktiert werden, das eine Überweisung ausstellt und einen Termin mit der Klinik abstimmt.

In der Vergangenheit habe sich gezeigt, so heißt es vom Duisburger Tierheim, dass die regelmäßige Kastration verwilderter Katzen viel Tierleid erspart. Die Vermehrung und damit das Elend vieler Katzen und Katzenwelpen werde eingedämmt. "Die Tiere vermehren sich sehr schnell, sind ungefähr 63 Tage tragend und werfen etwa drei bis fünf Junge pro Wurf", sagt Harald Lück vom Tierschutzzentrum Duisburg. Nach neun Monaten seien die Vierbeiner schon wieder zeugungsfähig. Im Frühjahr und im Herbst vermehren sich die Tiere besonders stark. Im Laufe des Jahres haben Tierfreunde im Duisburger Tierheim über 3000 Euro für die Kastration von verwilderten Katzen in Duisburg gespendet. Der Eingriff koste pro Tier zwischen 30 und 100 Euro, sagt Lück.

Das Tierschutzzentrum Duisburg rundet den Betrag auf 5000 Euro auf und startet ab sofort bis zum Verbrauch der Mittel eine Kastrationsaktion für verwilderte Hauskatzen im Duisburger Stadtgebiet. Bei dieser Aktion ist das Tierheim auf die Unterstützung der Duisburger Bürger angewiesen. An den Stellen, an denen sich verwilderte Katzen aufhalten, müssen Fallen aufgestellt werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Fallen ist unerlässlich. Die mit der Katzenfalle gefangenen Tiere müssen umgehend zum Tierschutzzentrum Duisburg gebracht werden. Das Tierheim stimmt dann mit der Tierklinik einen Termin ab. Dort werden die Tiere kastriert und mit einem Chip und einer Tätowierung versehen. Damit ist bei einem erneuten Fang sichergestellt, dass diese Tiere sofort wieder freigelassen werden können. Nach der Kastration müssen die Tiere sich zunächst noch ein paar Tage ausruhen. Vor allem bei den Weibchen ist es wichtig, dass die Naht am Bauch nicht wieder aufgeht. Dann werden die Katzen wieder dort freigelassen, wo sie gefangen wurden. Eine weitere Vermehrung ist damit ausgeschlossen. Die kastrierten Katzen tragen durch ihr Revierverhalten dazu bei, dass sich nicht übermäßig neue, nicht kastrierte Katzen dort ansiedeln.

Für diese Aktion hat das Tierschutzzentrum Duisburg zehn neue Katzenfallen angeschafft, die im Tierheim, Lehmstraße 12, Duisburg-Neuenkamp, gegen eine Kaution von 100 Euro geliehen werden können. Damit wird sichergestellt, dass die Fallen direkt nach der Fangaktion wieder im Tierheim abgegeben werden und für neue Einsätze bereit stehen.

Quelle: RP
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