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Tierquälerei in Duisburg
Kinder treten Hundebabys - Halterin greift Polizei an

Tierquälerei in Duisburg: Kinder treten zwei Hundebabys
Hundewelpen schlafen auf einer Decke. In Duisburg sollen Kinder junge Hunde misshandelt haben. (Symbolbild) FOTO: dapd, Volker Hartmann
Duisburg. Ein Gruppe von fünf Kindern hat in Duisburg in einem Hinterhof zwei Hundewelpen misshandelt. Die Tiere wurden geschüttelt und getreten. Die Halterin ging auf die alarmierten Polizisten los. 

Am Dienstagabend gegen 19 Uhr sahen Passanten, wie die Kinder in einem Hinterhof an der Fontanenstraße zwei Hundewelpen traten und schüttelten. Als die Beamten eintrafen, sahen sie fünf Kinder im Alter von anderthalb bis 13 Jahren, die Welpen durch die Luft schleuderten und auf den Boden fallen ließen, berichtet die Polizei. Die Jungtiere zitterten und waren in einem verwahrlosten Zustand.

Eine Mitarbeiterin des Tierschutzzentrums Duisburg nahm die Welpen in ihre Obhut. Die Polizisten suchten die vermeintlichen Besitzerinnen (36, 44) in einer Wohnung auf. Die 36-Jährige erzählte, sie hätte die Welpen aus Serbien mitgebracht. Laut Polizei konnte die Frau weder Dokumente, noch Futter oder Zubehör vorzeigen. Die Kinder hätten nur mit den Hunden gröber gespielt, sagten die Frauen demnach. Das sei ihrer Ansicht nach normal.

Als die Polizisten ihnen erklärten, dass die Welpen im Tierheim bleiben, soll die 36-Jährige sie angeschrien und bespuckt haben. Sie weigerte sich laut Polizei, ihren Ausweis zu zeigen, schlug und trat in ihre Richtung. Die Polizisten brachten die Frau zur Wache, um die Personalien prüfen zu können.

Da sich ein Polizist beim Angriff der Frau eine Wunde zugezogen hatte, entnahmen Ärzte beiden eine Blutprobe zur Bestimmung von übertragbaren Infektionskrankheiten. Anschließend durfte die Frau wieder die Wache wieder verlassen.

 

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