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Duisburg
Tom Fechts Meisterwerke der Nachtfotografie

Duisburg. Als Tom Fecht vor acht Jahren eine Tochter bekam, deren Mutter beruflich stark eingebunden war, konnte der Künstler nur nachts arbeiten und entdeckte so für sich die Nachtfotografie. Jetzt sind einige seiner großformatigen Meisterwerke unter dem Titel "TiefenZeit" bis zum 3. Dezember im Museum DKM zu besichtigen. Geboren 1952, war Tom Fecht als junger Ingenieur im Silicon Valley daran beteiligt, die Erkenntnisse der Mondlandungen für die Entwicklung der neuen digitalen Technologien zu nutzen. Von Ingo Hoddick

Sein kreatives Potenzial schöpft er inzwischen unter anderem aus astronomischen und meteorologischen Naturphänomenen, darunter Eklipsen (Sonnenfinsternissen), Mondphasen und besondere Schwerkrafteffekte im Wechselspiel der Gezeiten, oft unter extremen Wetterbedingungen. Ausgangspunkt seiner Kunst ist sein Atelier an einem unberührten Küstenstreifen der französischen Atlantikküste, im Bretagne-Département Finistère (von lateinisch "finis terrae", Ende der Welt), wo es keine Lichtverschmutzung gibt und wo der Zusammenfluss des Ärmelkanals mit dem Golf von Biskaya eine starke Strömung erzeugt.

Besonders eindrucksvoll erscheint bei DKM das monumentale Triptychon "Eclipse", das Wellenbewegungen einer ansonsten undurchdringlich erscheinenden schwarzen Wassermasse sichtbar macht, oder jene "Incertitude", die uns das Licht längst verloschener Sterne vor Augen führt. Die sehenswerte Schau füllt vier der 51 Ausstellungsräume an der Güntherstraße 13-15 (in der Nähe des Hauptbahnhofs) und kann samstags und sonntags sowie jeden ersten Freitag im Monat von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Das Museum bietet für den heutigen Freitag, 16 Uhr, eine Führung an.

Quelle: RP
 
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