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Duisburg
Trepper und Gäste begeisterten im TAM

Duisburg. Lokalmatador Wolfgang Trepper führt durch die 2. Comedy-Night der Spielbank im Theater am Marientor. Gemeinsam mit Hannes Ringlstetter und dem Komiker-Duo "Emmi und Willnowsky" bringt er das Publikum zum Lachen. Von Volker Poley

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr präsentierte die Spielbank Duisburg am Wochenende zum zweiten Mal die "Comedy- Night" im Theater am Marientor. Lokalmatador Wolfgang Trepper, der durch die Show führte, freute sich, dass das TAM so gut wie ausverkauft war. Das lag zum einen an Trepper selbst, der nicht nur moderierte, sondern auch selbst etliche Comedy-Raketen zündete. Aber auch die Gäste Hannes Ringlstetter und das Komiker-Duo "Emmi und Willnowsky" versprachen einen höchst amüsanten Abend.

Das urkomische "Bühnen-Ehepaar" Emmi und Willnowsky - gespielt von den Berliner Comedians Christoph Dompke und Christian Willner - begeisterten das Duisburger Publikum schon im Vorjahr. Trepper kennt die Spaß-Spezialisten für deftig-derbe Pointen bereits von gemeinsamen Auftritten im Hamburger Schmidt-Theater, von wo aus nicht nur die Berliner Comedians, sondern auch Wolfgang Trepper den Sprung in die erste Liga der Comedy-Szene schafften.

Auch der Münchener Kabarettist Hannes Ringlstetter trat schon am Spielbudenplatz an der Reeperbahn auf, so dass der mittlerweile in Hamburg wohnhafte Trepper "gute alte Bekannte" bei seinem "Heimspiel" begrüßen konnte. Der gebürtige Rheinhauser machte, wie so oft, das "Warm Up" mit dem Publikum direkt zum ersten Programm-Highlight. Den Kontakt zum Publikum sucht Trepper geradezu; wer "dran" kommt, sollte nicht allzu zimperlich sein. "Nä, dein Pulli is echt schön... ich schmeiß auch nix weg", bekommt dann schon mal ein männlicher Besucher zu hören. Wenn sich eine weibliche Zuschauerin als Düsseldorferin outet, muss sie sich neben einem ironisch gemeinten "Oooh, aus Düsseldorf..." fragen lassen, "Willze mal in Duisburg schick einkaufen?".

Hannes Ringlstetter ist in der Regel eher im süddeutschen Raum unterwegs. Der Niederbayer erklärte auf seine Art dem Publikum, wo er herkommt: "Das ist zwar nicht der Arsch der Welt, aber man kann ihn von da aus gut sehen." Ringlstetter bewies, dass er nicht nur ein großartiger Comedian, sondern auch ein hervorragender Musiker ist. Das zeigte sich bei seiner urkomischen Johnny-Cash-Parodie genauso wie bei seinem "positiven" Trennungssong ("Du kannst von mir aus sofort gehen, das ist für mich jetzt kein Problem").

Die alternde "Kammersängerin" Emmi und ihr musikalische Begleiter und "Ehemann", der "abgehalfterte" Pianist Willnowsky, sorgten auch diesmal wieder für Jubelstürme. Die Dialoge der beiden sind schon recht deftig, obwohl Emmi trotz der verbalen "Liebeswürdigkeiten" ihres "Gatten" immer um Contenance bemüht ist. Wenn Willnowsky seiner Frau sagt "Jeder hat das Recht, hässlich zu sein, aber du missbrauchst es", ist das noch ein eher gemäßigtes "Kompliment". Zur Unterstreichung dieser Aussage verhüllt er Emmis Kopf mit einem Tuch und kommentiert das Ganze mit der Aussage: "Nicht alles bei den Taliban ist schlecht." Auch sonst zeigte er sich von den weiblichen Vorzügen seiner Angetrauten nicht so recht überzeugt: "Meine Frau hat keinen Busen, weil sie mit der ,DoppelbelastungQ nicht klar kommt." Dazu fällt dann der genervten Emmi nur noch eine Bezeichnung für ihren "Ehemann" ein: "Kolchosenkasper". Die Zuschauer feierten ihre "Comedy-Heros" mit frenetischem Beifall, die Comedy- Night entwickelt sich offensichtlich zu einer Erfolgsgeschichte.

Quelle: RP
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