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Duisburg
Trocken in Unterwasserwelt eintauchen

Duisburg. Das ehemalige "Haus der 1000 Fische" hat der Zoo zu einem attraktiven Aquarium umgebaut. Attraktionen sind hier unter anderem das Rundbecken für Quallen und das bunte Riffbecken. Von Hildegard Chudobba

In der ersten der beiden Herbstferienwochen war das Wetter für einen Zoo-Besuch nahezu ideal, in dieser allerdings gar nicht. Doch alle, die einen Abstecher in den Tierpark vom Wetter abhängig machen, bekommen nun ein Angebot, dass seinesgleichen sucht und von Regen Sturm und Kälte gar nicht beeinträchtigt wird. Aus dem einstigen "Haus der 1000 Fische" ist ein sehenswertes Aquarium geworden, dass die Verantwortlichen des Zoos heute offiziell vorstellen.

Der 120 Zentimeter große Quallenkreisel ist schon seit Monaten die Attraktion. Immer wieder bleiben die Besucher fasziniert vor dem Becken stehen und beobachten die elegant schwebenden, fast dursichtigen Lebewesen in dem sich ständig bewegenden Wasser.

Aber auch in den anderen Becken ist neues Leben eingezogen. Nach gut dreijährigem Umbau macht das Aquarium seinem Namen nun wieder alle Ehre. Wo vor einigen Jahren noch ein einsamer Ammenhai seine Runden drehte, erstrahlt inzwischen ein 22.000 Liter fassendes Riffbecken voll mit buntem Leben. Die über 1.500 Bewohner des Beckens fügen sich zu einem faszinierenden Ökosystem zusammen. Während Doktorfische, Grüne Schwalbenschwänzchen und Juwelenfahnenbarsche das Freiwasser beherrschen, tummeln sich auf dem Boden Mandarinleierfische, Leoparden-Junker und Seeigel - von den vielen farbenprächtigen Korallenarten ganz zu schweigen. Auch die bei Kindern so beliebten "Nemos", die Anemonenfische, die dank eines Zeichentrickfilms Berühmtheit erlangten, fehlen in dem Becken nicht.

Flankiert wird der große Besucherbereich des Aquariums von neugestalteten großen Themenbecken. Hier kann man Lebensräume aus verschiedenen Erdteilen von der Quelle bis zum Meer mit ihren verschiedenen Bewohnern bewundern. Besonders hervorzuheben ist im Meerwasserbereich das sogenannte Außenriffbecken mit seiner Wellensimulation und einem Höhlensystem, in dem sich unter anderem Teppichhai (auch Wobbegong genannt) und Netzmuräne aufhalten. Ganz verliebt sind viele Besucher in die Seepferdchen.

Auf der Süßwasserseite beeindruckt die Masse an Roten Neons und Rotkopfsalmler im Südamerikabecken. Und wer genau hinschaut, findet zwischen den Pflanzen versteckt einen Schwarm der gefürchteten Piranhas. Einmalig ist sicher das Wasserfallbecken, das einen Einblick in den Lebensraum unterhalb eines Wasserfalls bietet. Unzählige Garnelen tummeln sich im sauerstoffdurchfluteten Bereich und suchen dort vor Fressfeinden geschützt ihre Nahrung.

Wer das Aquarium übrigens nicht nur "genießen", sondern auch unterstützen möchte, kann zweckgebunden spenden oder eine Patenschaft schon ab 50 Euro erwerben. Bei der Vielfalt an Tieren ist bestimmt für jeden etwas dabei.

Quelle: RP
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