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Duisburg
"Turandot" - die Lösung heißt Liebe

Duisburg: "Turandot" - die Lösung heißt Liebe
Überaus eindrucksvoll: Linda Watson als die grausam und unnahbare Prinzessin Turandot. FOTO: Hans Jörg Michel / DOR
Duisburg. Am Samstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr, präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg in ihrem Duisburger Haus ihre Premiere der China-Oper "Turandot" von Giacomo Puccini. Von Ingo Hoddick

Im Frühjahr 2017 wird in der Millionenstadt Kaohsiung an der Südküste von Taiwan (also National-China auf der Insel Formosa) ein neues gigantisches Kulturzentrum für über 6000 Besucher eröffnet, alleine der Opern-Saal fasst etwa 2200 Menschen. Wen-Pin Chien, taiwanesischer Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, wird dort Musikalischer Leiter und hat da einen Kontakt hergestellt. Zur Eröffnung gibt es "Turandot", die China-Oper von Giacomo Puccini (1858 bis 1924)- vorab aber schon ab dem kommenden Samstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr, im Duisburger Haus der Rheinoper.

Rheinopern-Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt alternierend mit Wen-Pin Chien die musikalische Leitung der Neuinszenierung. Ihr jeweiliges Rollendebüt geben Linda Watson in der Titelpartie, Brigitta Kele als Liù, Bogdan Baciu als Ping, Florian Simson als Pang, Cornel Frey als Pong und Bruce Rankin als Altoum, außerdem singen Zoran Todorovich als Kalaf, Sami Luttinen als Timur, Daniel Djambazian als Mandarin sowie der Chor und Extrachor der Rheinoper und der Kinderchor am Rhein.

Die als grausam und unnahbar bekannte Prinzessin Turandot steht im Mittelpunkt des chinesischen Märchens. Wer sie zur Frau begehrt, muss drei Rätsel lösen. Unzählige junge Männer scheitern an dieser Aufgabe und werden mit dem Tod bestraft.

Doch je grausamer die Prinzessin ihr Spiel mit ihnen treibt, umso stärker erstrahlt ihre Aura, der auch der fremde Prinz Kalaf verfällt. Doch er besteht die Rätselprobe und stellt die Prinzessin selbst vor eine Prüfung, um das Eis ihres Herzens zum Schmelzen zu bringen.

Das Regieteam kommt aus Taiwan. Regisseur Huan-Hsiung Li realisierte bereits 2006 zusammen mit Wen-Pin Chien in Taipeh die vielbeachtete erste Produktion von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" im chinesischen Sprachraum. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Jo-Shan Liang, dem Kostümbildner Hsuan-Wu Lai und dem Mediendesigner Jun-Jieh Wang zaubert er ebenso opulente wie symbolkräftige Bilder.

Li ließ sich inspirieren von den Revolutionen 2014 in Hongkong und Taiwan gegen den Einfluss der Volksrepublik China. Es geht ihm um Chinas Aufstieg, der mysteriös und beängstigend für die ganze Welt sei. Die Lösung heiße schon bei Puccini "Liebe". Entsprechend der asiatischen Theater-Tradition stellt er die Handlung als Traum dar, hier konkret eines als Rahmen hinzu erfundenen Mädchens aus Hongkong.

Mit 180 verschiedenen Kopfbedeckungen, 110 Choristen und 40 Kinderchormitgliedern zieht die Rheinoper bei dieser Produktion alle Register.

Quelle: RP
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