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Duisburg
Tutoren sorgen für gutes Wohnklima

Duisburg: Tutoren sorgen für gutes Wohnklima
FOTO: Pressefoto Andreas Probst
Duisburg. Damit in den Wohnheimen ein gutes Klima herrscht und Fragen direkt beantwortet werden können, hat das Studierendenwerk ein Tutorenprogramm initiiert. Von Carolin Skiba

Wo ist die Bibliothek? Wo befindet sich der nächste Supermarkt? Was kann man abends unternehmen? Wer neu ist an der Uni, der hat meistens viele Fragen. Zu wissen, wer weiterhelfen kann, erleichtert das Studenten-Leben ungemein. Aus diesem Grund hat das Studierendenwerk Duisburg-Essen ein Tutorenprogramm in seinen Wohnheimen gestartet. Ayoub Ghaouari ist einer der sechs Tutoren, die sich an insgesamt fünf Wohnheimstandorten in Duisburg, Essen und Mülheim um die Belange der Kommilitonen kümmern.

Da über die Hälfte der Studierenden aus dem Ausland kommt, sind auch die Herkunftsländer der Tutoren bunt durchmischt. Neben Ghaouari, der aus Tunesien stammt, sind Bulgarien, Marokko, Syrien und auch Deutschland vertreten. So haben die Tutoren die Möglichkeit, den Erstsemestern möglichst genau helfen zu können.

"Eines der Hauptziele ist es, den Austausch zwischen internationalen und deutschen Studierenden zu fördern und Leben in die Wohnheime zu bringen", sagt Julia Daitche, die Projektkoordinatorin des Tutorenprogramms. Die Tutoren sind nicht nur direkt in den Wohnheimen, in denen sie auch wohnen, anzutreffen, sie bieten zudem eine regelmäßige Sprechstunde und versuchen, durch gemeinsame Spiele- oder internationale Kochabende die Leute in Kontakt zu bringen.

Sprache, Motivation und Erfahrung waren Aspekte, die Interessenten für die Tutoren-Tätigkeit mitbringen sollten. "Rund 60 Bewerber gab es", sagt Daitche. Ghaouari, der neben Arabisch und Deutsch auch Französisch und Englisch spricht, hatte neben den Sprachkenntnissen auch die nötige Motivation. "In meinem Wohnheim ist nichts los", sagt der 22-Jährige. "Ich möchte, dass sich die Leute kennenlernen und etwas unternehmen." Ghaouari studiert Maschinenbau im vierten Semester und ist seit drei Jahren in Deutschland. Aus Erfahrung weiß er also, was gefragt ist und was für Fragen aufkommen können.

Fachlich werden die Tutoren durch Mitarbeiter des Studierendenwerks unterstützt. Sie werden geschult und erhalten die Antworten auf die Fragen der Kommilitonen. Das sind Themen wie Krankenversicherung oder Erwerbstätigkeit. Oft gehe es aber auch um ganz banale Dinge. "Zum Beispiel, wie der Müll getrennt wird", erzählt Ghaouari. Etwas, das für Deutsche selbstverständlich ist, im Ausland aber anders gehandhabt wird.

Wichtig sei auch, den Studierenden ihre Umgebung näher zu bringen. "Wer kommt, möchte auch Deutschland kennenlernen", sagt Ghaouari und Daitche fügt hinzu: "Die Studierenden sollen sich nicht nur im Wohnheim aufhalten. Sie sollen mit der Stadt und ihrer Kultur bekannt gemacht werden und ein Verständnis für Land und Leute bekommen." Regelmäßig treffen sich die Tutoren, um Ideen auszutauschen. Geplant sind beispielsweise ein Filmabend und - dem Wetter entsprechend - ein gemeinsames Grillen.

Das Wohnheimtutorenprogramm hat im Studierendenwerk bereits eine lange Tradition. Von 2001 bis 2013 waren mehrere Studentische Mitarbeiter als Wohnheimtutoren beschäftigt. Nachdem das Programm wegen Sanierungsarbeiten in den Wohnheimen vorübergehend eingestellt werden musste, konnte es jetzt neu gestartet werden.

Quelle: RP
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