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Duisburg
UDE- Tagung zu Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg

Duisburg. Vor 500 Jahren wurde er geboren: Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg. Mehr als 50 Jahre lang (1539-1592) regierte er u.a. über die niederrheinischen Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg sowie die westfälischen Grafschaften Mark und Ravensberg. Eine Tagung der Universität Duisburg-Essen (UDE) fragt am 25./26. August danach, was man heute über diesen weit ausstrahlenden Herrscher weiß, und wie er sich in größere Zusammenhänge einordnen lässt.

So verbinden sich mit Wilhelm V. zum Beispiel wichtige Reformen in Staat und Kirche, die sich nachhaltig auf die Bildungslandschaft auswirkten. Er ließ u.a. das Akademische Gymnasium in Duisburg errichten, wo der Universalgelehrte und Kartograph Gerhard Mercator unterrichtete. Während seiner Amtszeit, nämlich 1562, genehmigte der Papst (Pius IV.) zudem eine Landesuniversität mit Sitz in Duisburg. Zur tatsächlichen Gründung einer Universität sollte es allerdings zu Lebzeiten des Herzogs nicht kommen.

Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs: "Uns interessiert vor allem, welche Handlungsspielräume eine fürstliche Herrschaft im 16. Jahrhundert hatte und welche Besonderheiten den Hof Wilhelms V. auszeichneten. Außerdem: Wie stand er zu religionspolitischen Fragen? Er gehörte zu jenen Fürsten, die ein eigenes, offenes Konzept von einer Reformation der Kirche verfolgten."

Diskutiert wird darüber hinaus, welchen Einfluss der Herzog auf die geistigen Strömungen ("Humanismus") am Niederrhein nahm, und wie stark er seinerseits von diesen geprägt wurde. Einblicke in das zeitgenössische Musikleben ermöglicht ein größerer öffentlicher Vortrag am 25. August: Um 20 Uhr wird die Musik am Hof Wilhelms V. anhand konkreter Beispiele wieder lebendig.

Veranstalter der Tagung in der Wasserburg Rindern in Kleve sind die Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn e.V., der Landschaftsverband Rheinland, der Klevische Verein für Kultur und Geschichte e.V., der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. sowie das Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR) der UDE in Kooperation mit weiteren Vereinen und Institutionen

Quelle: RP
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