| 18.47 Uhr

In Duisburg umgekippt
Spezialfirma muss 90 Tonnen schweren Autokran bergen

Autokran kippt auf Baustelle in Duisburg um
Autokran kippt auf Baustelle in Duisburg um FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Auf einer Baustelle in Duisburg ist am Mittwochmorgen ein Autokran umgekippt. Das 90 Tonnen schwere und 40 Meter hohe Baugerüst krachte in die umliegende Nachbarschaft. Der Kranführer erlitt einen Schock. Die Bergung wird eine Herausforderung.

Wie die Stadt mitteilte, passierte der Unfall um 8.08 Uhr. Den Angaben zufolge stürzte auf einer Baustelle an der Düsseldorfer Landstraße Ecke Mündelheimer Straße ein 90 Tonnen schwerer Autokran um. 

Der Kranfahrer, der sich laut Stadt selbstständig befreien konnte, erlitt einen Schock. Darüber hinaus habe es keine Verletzten gegeben. Es blieb bei erheblichem Sachschaden auf der Baustelle. Baustellenabsperrungen und Holzplanken brachen unter dem Gewicht des Krans, die Ampelanlage an der Kreuzung Angerhauser Straße wurde getroffen. Und der Kran glich einem Schrotthaufen. "Das ist wohl ein Totalschaden", mutmaßten einige der Neugierigen, die zum Unglücksort kamen.

Ursache unklar

Eine Hydraulikleitung am Kran wurde beschädigt. Das auslaufende Hydrauliköl wurde abgepumpt. Nach Angaben der Stadt waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit 22 Kräften im Einsatz. Die Polizei sperrte den Straßenabschnitt zwischen Kaiserswerther Straße und Düsseldorfer Landstraße für die ersten Arbeiten der Feuerwehr bis 9.45 Uhr ab. 

Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt. Das staatliche Amt für Arbeitsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Sachverständiger ist beauftragt worden, sich den Kran genau anzuschauen. Erst wenn er zu einer Einschätzung gekommen ist, kann das Wrack weggeräumt werden. 

Bergung des Krans wird wohl Stunden dauern

Eine Spezialfirma soll den Kran bergen. Die Experten werden vor Ort entscheiden, wie sie das 90 Tonnen schwere Baugerüst wegschaffen. Laut Polizei soll die Bergung am Abend beginnen. Wie lange sie dauern wird, ist unklar. Die Arbeiten könnten auch am Donnerstag fortgesetzt werden. Gefahr geht von dem Kran aktuell nicht mehr aus, sagt eine Sprecherin der Duisburger Polizei. Auch Flüssigkeiten laufen nicht mehr aus.

Unter Umständen muss die Mündelheimer Straße, die die Stadtteile Huckingen und Hüttenheim verbindet, für die Dauer der Bergung noch mal gesperrt werden. Aktuell läuft der Verkehr einspurig an der Unglücksstelle vorbei. Wegen der Baustelle war die Strecke allerdings ohnehin momentan einspurig. 

(jl/lsa/url/see)