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Duisburg
Uni-Studie: Schwieriger Weg zu vereinigten Rente

Duisburg. Wie schwierig der Weg zur Angleichung der Renten in Ost und West ist, untersucht eine aktuelle Studie aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Lohn- und Gehaltsdifferenz lag im Jahr 2014 im Mittelwert aller Branchen bei 493,31 Euro; im Produzierenden Gewerbe verdienten die Ost-Beschäftigten im Durchschnitt sogar 919,40 Euro weniger als ihre Kollegen im Westen. "Ein Großteil des Lohnabstands lässt sich durch Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur, Betriebsgröße und Unterschiede im beruflichen Tätigkeitsniveau erklären, aber eine - gewichtige - unerklärbare Restgröße bleibt" stellt IAQ-Forscher Dr.

Andreas Jansen fest. Probleme sieht er weniger am Rand des Arbeitsmarktes: "Im Gegenteil, hier hat der Mindestlohn einen guten Teil der Ost-West-Diskrepanz beseitigt." Die größten Unterschiede bestehen bei den Vollzeitbeschäftigten und hier insbesondere bei den Facharbeitern und Polieren. Im Öffentlichen Dienst, im Bereich Bildung und Erziehung oder dem Kredit- und Versicherungsgewerbe ist dagegen die Angleichung der Einkommen weit fortgeschritten oder sogar abgeschlossen. Eine Angleichung des Rentenrechts Ost-West muss diese unterschiedlichen Entwicklungen bei den verschiedenen Branchen und Berufsgruppen berücksichtigen.

Der IAQ-Forscher plädiert für ein Stufenmodell mit einem Angleichungszuschlag, der schrittweise die Unterschiede der Rentenwerte bis 2030 abbaut und die pauschale Umwertung der Arbeitsentgelte verringert.

Quelle: RP
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