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Duisburg
Uni-Studie zur Altersarmut

Duisburg. Das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) befasst sich mit der Rente.

Eine halbe Million alter Menschen ist derzeit hierzulande auf die Grundsicherung angewiesen. Und aktuelle Trends auf dem Arbeitsmarkt lassen erwarten, dass es deutlich mehr werden. Welche Lebenswege in die Altersarmut führen, untersuchten Prof. Dr. Ute Klammer und Dr. Antonio Brettschneider vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Studie gab das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung in Auftrag gab. Fünf typische Lebensläufe und Risikoprofile macht das Autorenteam unter den 49 Interviewten aus, die einer Grundsicherung bedürfen: familienorientierte Frauen, ehemalige Selbstständige, Zugewanderte und Arbeitsmigranten, umbruchsgeprägte Ostdeutsche sowie Menschen mit "Patchwork-Biografien". Was alle gemein haben: "Durchschnittlich erreichten sie gerade einmal 15 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung", so IAQ-Direktorin Prof. Klammer.

Bislang viel zu wenig beachtet worden sei der Aspekt, dass vor allem viele Frauen wegen Schwarzarbeit kaum Rentenansprüche haben. "Außerdem kommen künftig neue Risikoprofile hinzu", sagt Brettschneider, "auch die langjährig Versicherten mit niedrigem Durchschnittseinkommen werden zunehmend bedürftig sein." Sie sind benachteiligt von den Entwicklungen in den 90er und 2000er Jahren und betroffen von den Einschnitten in die Rentenversicherung.

Um der Altersarmut vorzubeugen, müssten Menschen durchgängig Einkommen erzielen können, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten wie auch angemessene Rentenansprüche aufbauen können. Klammer und Brettschneider empfehlen ein Pflichtversicherungssystem mit Mindestbeitrag und Mindestsicherungsziel. "Nur so lässt sich gewährleisten, dass möglichst viele Menschen im Lauf ihres Lebens ausreichend Rücklagen für ihren Lebensabend bilden."

Quelle: RP
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