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Duisburg
Uni: Wenn Demokratien altern

Duisburg. Europa ergraut: 2050 wird fast jeder dritte Einwohner über 60 Jahre alt sein. Das kann Folgen haben - sozial, politisch und kulturell. Hierüber machen sich drei Wissenschaftler und drei Künstler in einem experimentellen Projekt Gedanken. Eingeladen hat sie das Zentrum für zeitgenössische Kultur Barcelona (CCCB) und die Open Society Foundation Europe. Wissenschaftlich geleitet wird die Gruppe von Prof. Dr. Achim Goerres, Politologe der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Menschen leben länger, gleichzeitig werden weniger Kinder geboren. In ganz Europa verschiebt sich die Bevölkerung von jung nach alt, wobei der demografische Wandel jedes Land anders treffen wird. Wie, das soll die Projektgruppe analysieren und sich dabei auch mit einem Mythos auseinandersetzen: Heißt es doch, dass sich mit dem Alter auch die Werte und politischen Einstellungen wandeln. Muss man künftig also fürchten, dass konservative graue Mehrheiten den Ton angeben? Professor Goerres forscht seit längerem zu diesem Thema. Im Projekt trifft er nicht nur auf Kollegen aus der Soziologie, Medien- und Politikwissenschaft, sondern auch auf eine Fotografin, einen Dramaturgen sowie einen Schriftsteller. Die Gruppe arbeitet bis Juli 2017 unter anderem in Barcelona zusammen. Das CCCB fördert neben Kunst und Kultur auch die Forschung, um Debatten zu aktuellen Themen anzustoßen. Die Open Society Foundation Europe gehört zu den Stiftungen des bekannten US-Milliardärs Georg Soros.

Ziel ist es, Initiativen der Zivilgesellschaft zu unterstützen, etwa in Fragen zu Menschenrechten oder zur Demokratie.

Quelle: RP
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