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Duisburg
Universität bekommt neues Gütesiegel

Duisburg. Deutscher Hochschulverband lobt faire Verhandlungen bei Berufung von neuen Professoren.

Weil sie die Verhandlungen zur Berufung neuer Professoren fair und transparent durchführt, darf die Universität Duisburg-Essen (UDE) weiterhin das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) führen. Als fünfte Universität bundesweit hat die UDE das Re-AuditVerfahren erfolgreich durchlaufen.

Pro Jahr werden an der UDE im Schnitt um die 50 Berufungsverhandlungen geführt. Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: "Eine serviceorientierte Willkommenskultur ist mir sehr wichtig. Deshalb danke ich allen Beteiligten in den Fakultäten und in der Personalabteilung, die mich darin unterstützen. Wir wollen aber nicht stehenbleiben. Das DHV-Gütesiegel vermittelt uns wichtige Anregungen zur Fortentwicklung unserer Berufungskultur."

Kennzeichen der UDE-Berufungsverhandlungen sind klar strukturiere Verfahrensabläufe und eine persönliche, den einzelnen Wissenschaftler wertschätzende Verhandlungs- und Gesprächsatmosphäre. Indiz für die erfolgreiche Berufungspolitik an der UDE, so der DHV, ist die mehr als zufriedenstellende Erfolgsquote bei Berufungen: In 65 Prozent aller Fälle gewinnt die Hochschule den auf einer Berufungsliste Erstplatzierten und schließt Bleibeverhandlungen zu 75 Prozent erfolgreich ab.

Die UDE offeriere zudem gute Ausstattungspakete und stelle die Arbeitsfähigkeit neuer Professuren rasch her. Die DHV-Prüfer lobten die breit gefächerten Unterstützungsangebote nach dem Dienstantritt. Positiv bewertet wurden auch die Begrüßungsveranstaltungen für Neuberufene in Zusammenarbeit mit den Städten. Dies käme bei den neuen Lehrstuhlinhabern sehr gut an. Erfreulich sei auch, dass die UDE mit Blick auf die zunehmenden Dual Career-Anfragen die Einrichtung des Dual Career-Netzwerks Ruhr vorangetrieben habe. Die Berufsvertretung empfiehlt die Einrichtung eines elektronischen Berufungsverfahrensmonitors, der den Betroffenen einen Einblick in den Verfahrensstand vor der Ruferteilung ermöglicht. Der DHV spricht sich auch dafür aus, die Bedeutung qualitativer Parameter, etwa besondere Publikationserfolge, künftig höher zu gewichten. Außerdem rät er der UDE, ihre vielfältigen vorhandenen Services noch anschaulicher und konzentrierter zu präsentieren.

Das Re-Audit-Verfahren basiert auf dem Gütesiegel-Verfahren auf der Grundlage eines gewichteten Fragebogens mit 42 Fragen sowie zusätzlichen speziellen Re-Audit-Fragestellungen. Der Schwerpunkt wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Universität flossen ebenso in die Bewertung ein wie Interviews mit UDE-Neuberufenen sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.

Neben der UDE haben bislang die Universität zu Köln, die RWTH Aachen, die TU Kaiserslautern und die Fern-Universität in Hagen das Re-Audit-Verfahren für das DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen erfolgreich durchlaufen. Weitere Träger des DHV-Gütesiegels sind die Universität Bremen, die Universität Siegen, die Universität der Bundeswehr München, die Universität Hannover und die Universität Hohenheim.

Quelle: RP
 
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