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Duisburg
Unternehmerverband Industrieservice: Schürmann im Vorstand

Duisburg. Die Mitglieder des Unternehmerverbandes Industrieservice haben in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung ein neues Vorstandsmitglieder gewählt: Jörg Schürmann, der Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH ist. Das Oberhausener Unternehmen ist Dienstleister in der Metall erzeugenden und verarbeitenden Industrie sowie in anderen Branchen mit komplexen Produktionsprozessen. Schürmann ist dem Unternehmerverband schon länger verbunden und gilt als Tarifexperte.

Einstimmig wiedergewählt wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder des Unternehmerverbandes Industrieservice, der bundesweit Unternehmen dieser Branche in der Tarifpolitik vertritt und sie im Arbeits- und Sozialrecht berät: Den Vorstand des Unternehmerverbandes bilden der Vorsitzende Reinhard Eisermann (Lobbe Umwelt GmbH & Co. KG, Duisburg), die Vorstandsmitglieder Hans-Dieter Behrens (Xervon GmbH, Düsseldorf), Jean-Luc Robin (Veolia Industrie-Reinigung GmbH, Dormagen), Jörg Schürmann (ThyssenKrupp MillServices&Systems GmbH, Oberhausen) und Wolfgang Winter (Wisag Produktionsservice GmbH, Frankfurt).

Für die Verbandsarbeit in den nächsten drei Jahren hat sich der Unternehmerverband Industrieservice einiges vorgenommen, wie es der Vorsitzende Reinhard Eisermann erläuterte: "Drängend ist und bleibt das Thema Fachkräfte." Aus seinem eigenen Unternehmen könne er berichten, dass es mittlerweile schwierig sei, gewerbliche Arbeitnehmer zu gewinnen. "Es ist nicht nur ein deutlicher Mangel an Bewerbern zu spüren, sondern auch ein großes Qualifikationsproblem bei Langzeitarbeitslosen, die nur selten in der Lage sind, die bereits entstandenen Lücken zu schließen." Deshalb gehen heute viele Industriedienstleister aktiv auf Schulen zu, stellen dort ihre aussichtsreichen und gut bezahlten Berufsbilder vor und versuchen so, das Image der Branche zu verbessern.

Dass die Arbeit bei den Mitgliedsunternehmen des Unternehmerverbandes Industrieservice alles andere als "prekär" ist, dafür sorgt der Tarifvertrag, den der Verband mit den Gewerkschaften abgeschlossen hat. "Unser Tarifvertrag sorgt bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern für Planungssicherheit. In allen Berufsgruppen liegen wir über dem gesetzlichen Mindestlohn." Wenn auch nicht in der Höhe hat das Thema Mindestlohn dennoch Auswirkungen auf die Unternehmen: Sie ächzen unter der überbordenden Bürokratie-Last. Deshalb wird sich der Unternehmerverband Industrieservice weiterhin als Vertreter der politischen Interessen seiner Mitglieder einbringen.

"Unsere Branche wächst und wächst, aktuell hat sie ein Marktvolumen von rund 20 Milliarden Euro und 200 000 Beschäftigte in ganz Deutschland. Es geht also um viel, wenn wir über Gehälter, Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation in unserer Branche sprechen. Wir wollen das weiter mit gemeinsamer Stimme und weithin hörbar tun", so Reinhard Eisermann.

Quelle: RP
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