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Duisburg
Urteil: DPD kündigt Teamleiter vergeblich

Duisburg. Zum zweiten Mal versuchte der Paketumschlag von DPD, einen Vorarbeiter loszuwerden. Abermals scheiterte die Geschäftsleitung des Paket-Depots damit jetzt vor dem Arbeitsgericht in Neudorf.

Der betroffene Teamleiter (38) ist seit etwa einem Jahr beurlaubt. Das Gericht verurteilte DPD jetzt dazu, den Familienvater wieder zu beschäftigen. Gleich drei Zeugen bot die Geschäftsleitung vor Gericht auf, um die Kündigung zu rechtfertigen. Der Teamleiter soll bei einer Mahnwache vor dem Hauptbahnhof eine Hetzschrift gegen DPD verteilt haben. Aber das Gericht war von der Güte der Aussagen der drei jungen Männer nicht überzeugt. Denn nach Angaben von Veranstaltern der Mahnwache schien das unwahrscheinlich. Der Teamleiter selbst bestritt, am genannten Tag überhaupt die Mahnwache besucht zu haben.

Bereits im vorigen Jahr hatte er die Kündigung erhalten, weil er Untergebene beeinflusst haben soll. Damals ging es um die Anfechtung der Betriebsratswahl bei DPD vom Juni 2013. Aber das entsprechende Gespräch hatte außerhalb der Arbeitszeit stattgefunden.

(mkw)
 
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