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Duisburg
VdK boomt und baut in Rheinberg aus

Duisburg: VdK boomt und baut in Rheinberg aus
"Weg mit den Barrieren!": Landesgeschäftsführer Thomas Zander, Kreisvorsitzender Horst Vöge und Kreisgeschäftsführer Roland Walter stellten gestern in Rheinberg die aktuelle Kampagne vor. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Duisburg. Der Kreisverband Niederrhein für die Kreise Wesel und Kleve sowie Duisburg meldet monatlich im Schnitt 245 neue Mitglieder. Die VdK-Geschäftsstelle in Rheinberg ist um eine Etage gewachsen. Kampagne für Barrierefreiheit gestartet. Von Bernfried Paus

Die Arbeitslosenzahlen sinken, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt. Die Kehrseite der Erfolgsziffern: Der Sozialverband VdK boomt. Die Mitgliederzahlen erreichen jährlich neue Rekordhöhen. "Viele Menschen profitieren nicht vom Wohlstand, fühlen sich abgehängt", benennt VdK-Landesgeschäftsführer Thomas Zander gesellschaftliche Ursachen für die wachsende Bedeutung des VdK.

Der Kreisverband am Niederrhein reagiert jetzt räumlich, um den wachsenden Bedarf besser gerecht zu werden. Die Kreisgeschäftsstelle am Innenwall in Rheinberg ist um eine Etage (plus 138 m2) um ein Drittel gewachsen. Das ehemalige Sonnenstudio im Erdgeschoss ist zum Versammlungs- und Schulungszentrum für insgesamt 600 ehrenamtliche Mitarbeiter umgebaut worden - barrierefrei versteht sich. Es geht darum, dem eigenen Klientel angemessene Räume anzubieten. Aber auch darum, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Der VdK Niederrhein, der mit 55 Ortsverbänden die Kreise Wesel und Kleve sowie Duisburg abdeckt, hat sich Barrierefreiheit und damit einen wichtigen Schritt zum Ziel Inklusion auf die Fahnen geschrieben. In diesen Wochen startet er eine Kampagne, die das Thema stärker als bisher ins öffentliche Bewusstsein bringen soll, wie VdK-Kreisvorsitzender Horst Vöge gestern erläuterte.

VdK-Kreisgeschäftsführer Robert Walter erläuterte die Notwendigkeit, am Standort Rheinberg zu wachsen: Inzwischen würden fünf Juristen die Mitglieder in häufig schwierigen sozialrechtlichen Fragen beraten. "Ein Teil der Sprechstunden hat rund ums Fax-Gerät stattgefunden", so Walter: "So ging das nicht weiter." Zumal monatlich im Schnitt 245 neue Mitglieder dazukommen. Derzeit ist der VdK Niederrhein mit fast 24.000 Mitgliedern und 14 hauptamtlichen Kräften einer der größten Verbände in NRW.

Mit dem Ausbau der Geschäftsstelle hat der VdK ein Bekenntnis zum zentralen, durch öffentlichen Nahverkehr gut erschlossenen Standort Rheinberg abgegeben. "Es gibt eine Kaufoption für die Räumlichkeiten, so Vöge: "Wir bleiben."

Damit ältere und gehandicapte Menschen uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilnehmen können, unternimmt das VdK einen Anlauf, Barrierefreiheit zusätzlichen Schub zu verleihen. "So sehen wir in vielen Arztpraxen Handlungsbedarf", sagt Zander. Im Internet kann man auf einer "Landkarte der Barrieren" gute und schlechte Beispiele eintragen, eine "Checkliste" für seine Stadt ankreuzen. Gute Beispiele werden mit einer Plakette ausgezeichnet. Am 5. Mai gibt's Info-Stände mit der Aktion Mensch. Die Befragung der Bürgermeister und Landräte, so Vöge, habe gezeigt, dass das Thema Barrierefreiheit inzwischen auf dem Vormarsch sei. www.vdk.de/kv-am-niederrhein

Quelle: RP
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