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Vergleich unangebracht

Duisburg. Die Fußballspiele des MSV Duisburg gegen Fortuna Düsseldorf gehören nicht ohne Grund bei der Polizei zu den Hochrisiko-Begegnungen. Die fanatischen Anhänger beider Mannschaften mögen sich nicht, und das hat in der Vergangenheit schon mehrfach zu Gewaltausbrüchen gesorgt.

Bei der jüngsten Begegnung hatte die Polizei Duisburg im Vorfeld über den Düsseldorfer Verein die Fans informieren lassen, dass es strenge Sicherheitskontrollen geben wird und eine frühzeitige Anreise angebracht ist. Die Vermutung der Polizei, dass einige Fangruppen dies bewusst ignorierten und sich verabredet hatten, um im großen Pulk die Einlasskontrollen möglichst zu umgehen, sind nicht von der Hand zu weisen.

Die zahlreichen gezündeten Bengalos und Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock sprechen dafür. Aber erst Gedränge vor dem Eingang zu provozieren und sich dann darüber auch noch zu beschweren - das ist mehr als dreist. Aber unangemessen und billigster Populismus ist es, diese Situation auch noch mit der Loveparade-Katastrophe zu vergleichen.

Im Übrigen: Wer betrunken ins Stadion geht, um dort verbotswidrig zu zündeln , ist eine Schande für die wahren, vernünftigen Fans, in diesem Fall für die der Düsseldorfer Fortuna.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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