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Duisburg
Verzicht auf Dividende für Spenden

Duisburg: Verzicht auf Dividende für Spenden
Immer wieder leistet die Volksbank Rhein-Ruhr Spenden an gemeinnützige Einrichtungen in der Region. Dafür verzichten die Mitglieder jetzt sogar auf einen Teil an der ihnen eigentlich zustehenden Dividende. FOTO: Archiv
Duisburg. Die Vertreterversammlung bei der Volksbank Rhein-Ruhr hat jetzt beschlossen, dass die Mitglieder auf zwei Prozent Dividende verzichten, um den Spendentopf der Bank zu erhöhen.

Die Volksbank Rhein-Ruhr berichtete jetzt 160 Mitgliedervertretern und Gästen über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. In der Vertreterversammlung berichten Aufsichtsrat und Vorstand über den Jahresabschluss der Bank und stimmen gemeinsam mit den Mitgliedervertretern der Genossenschaftsbank über die Gewinnverwendung ab. Die 31 000 Mitglieder der Genossenschaftsbank erhalten neben Mitgliedervorteilen in jedem Jahr eine Dividende auf ihr Genossenschaftsguthaben ausgezahlt, die nach Angaben der Volksbank weit über Marktniveau liegt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlugen in diesem Jahr eine Änderung vor: Im Vorjahr wurden sechs Prozent Dividende an die Mitglieder ausgezahlt, in diesem Jahr sollen es nur noch vier Prozent sein. Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes, erklärte dies so: "Mit einem Verzicht auf zwei Prozent pro Genossenschaftsanteil haben wir die Möglichkeit, den Spendentopf für die Region um 100 000 Euro zu erhöhen. Das sind 100 000 Euro mehr zur Förderung von sozialen und kulturellen Projekten in der Region." Dieser Vorschlag wurde sofort von den 130 Mitgliedervertretern akzeptiert. "Unser Auftrag als Genossenschaftsbank ist es nicht, den Vorteil der Mitgliedschaft über die Zahlung einer Dividende herauszustellen, sondern den Mitgliedern und Kunden zu zeigen, dass wir unseren Förderauftrag ernst nehmen", so Diederichs.

Der Vorstand zeigte sich sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis 2014. Die Bilanzsumme stieg auf 1,46 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis lag weit über dem des Vorjahres. Gerade wegen den weiter schwierigen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten blickt der Vorstand wachsam in die Zukunft. "Für uns heißt dies: Wir erwarten mittelfristig geringere Einnahmen im Zinsgeschäft, allgemein sinkende Margen und steigende Aufwendungen durch die Regulatorik. Dies sind alles Herausforderungen, die wir meistern müssen und aber auch zu meistern wissen", betont Diederichs. Die anhaltende Niedrigzinsphase, das politische und wirtschaftliche Umfeld und der weiter intensive Wettbewerb erfordern solide Strukturen, die eine Genossenschaftsbank bereits durch ihre Rechtsform mitbringt.

Quelle: RP
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