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Unsere Woche
VIA war nicht der richtige Weg

Duisburg. Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft werden die Zeiten noch härter, als sie eh schon sind. Mit der Entscheidung des Oberbürgermeisters in dieser Woche, nicht mit den Verkehrsbetrieben aus Mülheim und Essen zu einer gemeinsamen Gesellschaft zu verschmelzen, steht die DVG nun alleine da.

Unter dem Dach der gemeinsam gegründeten Gesellschaft VIA sollten die drei Synergien nutzen und Geld sparen. Geklappt hat das lange nicht so, wie erhofft. VIA war nicht der richtige Weg, zumindest nicht für die DVG. Möglicherweise hat sie noch die Chance, mit den beiden Reviernachbarn zumindest bei dem einen oder anderen Projekt zusammen zu agieren. Dennoch war die Absage von OB Link nachvollziehbar. Denn ohne den steuerlichen Querverbund mit den Stadtwerken würde die finanzielle Last für den Konzern und die Stadt noch größer. Und ob die beiden anderen Städten beispielsweise beim Erstellen eines Nahverkehrsplans Duisburg gerecht geworden wären, kann man zumindest bezweifeln. Doch alleine wird alles schwieriger. Es gab Zeiten, da hätte die Düsseldorfer Rheinbahn gerne die U79 unter ihre Fittiche genommen. Doch das ist lange her. Mit der NIAG verbinden die DVG vor allem im linksrheinischen Stadtgebiet einige Linien. Aber ob das Niederrheinische Verkehrsunternehmen, das vergleichsweise wirtschaftlich gesund ist, als ein Partner zur DVG passt?

Es hat angeblich die Absicht, einige der Bus-Linien von der DVG zu übernehmen. Das kann kaum nach dem Geschmack von DVG-Vorstand und Betriebsrat sein.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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