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Duisburg
Vieldeutig-Rätselhaftes mit malerischer Wucht

Duisburg. Mit Justine Otto ist ab heute eine der vielversprechendsten Künstlerinnen der gegenwärtigen Figuration im Künstlerhaus am Weidenweg zu Gast. Unter dem Titel "Things behind the sun" (zu Deutsch: Dinge hinter der Sonne) beeindrucken ihre Werke mit vieldeutig-rätselhaften Darstellungen, die oftmals fast surreal wirken. Von Cornelia Brandt

Justine Ottos Konzept schließt neben den Figuren und Dingen den Bildraum ein, der auch als Innensicht handelnder Figuren erfahrbar wird. Die Reaktion auf ihre Art der Zusammenschau überlässt die Malerin dem Betrachter. Sie selbst bleibt in der Position einer Zeitzeugin, berührt dabei Einstellungen und Existenzielles. Geschichte und Kultur, Gemeinschaft, Triebe und Begehren, Schuld und Unschuld überträgt Otto auf ihre Figuren, gefügt in eine Welt von Ausschnitten und Einsichten.

Die Malerin versteht sich als Regisseurin ihrer Bilder und schreckt auch nicht davor zurück, als Spielort "Lost Places" (verlorene Orte), die dem Zerfall ausgesetzt sind, aufzusuchen und für ihre Zwecke zu nutzen. Ausdrucksstark gemalte Frauen in rätselhaftem Tun stehen als Gegenstand, Motiv und Objekt im Mittelpunkt ihrer malerischen Position.

Justine Otto, geboren 1974, studierte an der "Städelschule" in Frankfurt am Main bei Peter Angermann und Michael Krebber und war Meisterschülerin im Fach Freie Malerei.

Die Vernissage ist heute ab 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 21. Juni zu sehen im Künstlerhaus, Weidenweg 10, und zwar freitags und samstags von 18 bis 20 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr. Zum Ausstellungsende lädt der Kunstverein für Sonntag, 21. Juni, ab 14 Uhr zu einem offenen Gespräch über Justine Ottos Arbeiten ein.

Quelle: RP
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