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Duisburg
Viele neue Ideen für den Kantpark

Duisburg. 45 Duisburger haben jetzt an einer zweiten Gesprächsrunde zur Umgestaltung des Kantparks teilgenommen. In vier Teams erarbeiteten sie gemeinsam mit drei Landschaftsarchitekten verschiedene Vorschläge.

Am Anfang stand ein Rundgang zum benachbarten Dellplatz und durch den Park mit Boulebahn, Kinderspielareal, den Skulpturen und vielen anderen Anlaufpunkten - inklusive der "dunklen" Seiten. Danach kehrte die Gruppe in die Cubus-Kunsthalle zurück. In vier Teams setzten sich die Teilnehmer dort mit den Landschaftsarchitekten, Frans Boots vom Büro B+B Amsterdam, Hubertus Schäfer vom Büro Greenbox in Köln und Günther Vogt vom gleichnamigen Büro aus Zürich zusammen und erarbeiteten Ideen und Lösungsvorschläge.

Team 1 hob als große Schwäche des Kantparks die geschlossenen Parkränder und schlecht auffindbare Eingängen hervor. Auch das Wegenetz sei überarbeitungsbedürftig. Als positiv bewertete es das bürgerschaftliche Engagement, die Kunst und die insgesamt freie Nutzbarkeit. Vorstellen kann sich das Team thematische Routen als neues Wegegerüst, zum Beispiel zu den Themen Kunst und Kultur, Historie, Vernetzung zur City und eine grüne Route. Zeitgleich sollen auch "urbane Eingänge" in alle Himmelsrichtungen herausgearbeitet werden. Ein "innerer Loop" könnte die Aktivitäten und Nutzungszonen Spielen/Ruhe/Kunst und Multifunktion miteinander verbinden.

Team 2 stellte eine Mängelliste auf, die unter anderem folgende Punkte aufführt: keine Schaufenster bzw. Transparenz, fehlende Beleuchtung, fehlende Sichtbeziehung zwischen Lehmbruck-Museum und Cubus-Kunsthalle, mangelnde gastronomische Angebote. Die Vielfalt aller Angebote im Kantpark wurde als großes Potenzial gewertet. Ein Lösungsansatz, so das Team, könne ein neues "Park-Foyer" sein - nicht nur als Entrée, sondern auch als Bühne, könne es künftig in den Kantpark einladen. Zudem könne über ein gestärktes gastronomisches Angebot eine Verbindungsachse zwischen Kunsthalle und Museum geschaffen werden.

Team 3 kam zu dem Schluss, dass eine Wiederbelebung des Stadtparks durch verschiedene Gärten (Skulpturengarten, Kinder- und Spielgarten, Kants Garten, Konsum- und Kaffeegarten, Sport- und Gesellschaftsgarten sowie Schulgarten) erfolgen könne.

Im Kontext von Lichtung und Wald, einer Öffnung des Parks von innen nach außen, dem Stärken der Qualitäten und einer Wiederherstellung der Lesbarkeit des Kantparks könne mit wenigen Mitteln viel erreicht werden.

Team 4 schlug vor, einen Ort der Ruhe zu schaffen, Sicherheit zu erzeugen, mehr Sonne und Aufenthaltsorte im Park zu generieren, einen einladenden, kulturell bespielten Freiraum zu etablieren, die Öffnung des Parks zur Stadt herzustellen und attraktive Spiel- und Sportangebote (auch temporäre Veranstaltungen wie Märkte, Konzerte, Eisbahn im Winter, etc.) zu ermöglichen. Ein "Mehrgenerationen-Band" in der äußeren Kontur zur Tonhallenstraße und zum südlichen Schulareal, so das Team, könnte eine räumliche und funktionale Antwort sein - vom Kleinkinderspiel in der Nähe der Cubus-Kunsthalle, über Großkinder- und Schüler-(Sport)- Angebote wären alle Generationen angesprochen.

Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz zeigte sich beeindruckt von den Arbeitsergebnissen der vier Teams: "Die Bürger haben die Stärken und Schwächen des Kantparks sehr detailliert herausgearbeitet. Erstaunlich war, dass die unabhängig voneinander arbeitenden Gruppen zu ganz ähnlichen Ergebnissen kamen, so dass man gespannt darauf sein kann, mit welchen Ideen sich die drei Landschaftsarchitekten eine Aufwertung des Kantparks vorstellen können."

Quelle: RP
 
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