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Duisburg
Viktoria hofft auf Kunstrasenplatz

Duisburg: Viktoria hofft auf Kunstrasenplatz
Asche- und Rasenplatz von Viktoria Buchholz an der Sternstraße. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der Sportverein im Duisburger Süden nimmt einen neuen Anlauf und beantragt Fördermittel für einen Kunstrasenplatz auf seinem Vereinsgelände. Der Ascheplatz ist stark sanierungsbedürftig. Von Volker Poley

Im Jahr 2010 schien Viktoria Buchholz kurz vor dem ersehnten Ziel zu sein. Der im Rahmen des damaligen Konjunkturpakets II beantragte neue Kunstrasenplatz schien bereits in trockenen Tüchern, bevor Kostensteigerungen bei anderen Maßnahmen die Viktoria kurz vor Toresschluss von der Liste kickte. Jetzt unternimmt der Vorstand der Viktoria einen neuen Anlauf, um den in die Jahre gekommenen und stark sanierungsbedürftigen Ascheplatz durch einen pflegeleichteren Kunstrasenplatz zu ersetzen. Möglich werden soll das durch die Millionen des Bundesprogramms für finanzschwache Kommunen, aus dem Duisburg immerhin 73 Millionen Euro verbauen kann (RP berichtete).

Auch wenn die Wunschliste aus den Stadtbezirken lang ist und der dort angemeldete Bedarf die zur Verfügung stehende Summe um das zehnfache übersteigt (der Rat entscheidet endgültig im Februar des nächsten Jahres über die Verwendung der Gelder), sehen die Buchholzer um ihren Vorsitzenden Manfred Helten durchaus Chancen, berücksichtigt zu werden.

Nachdem bekannt wurde, dass die Rundumsanierung der Laarer Sportanlage an der Ahrstraße (Gemeinschaftsanlage des VfvB Ruhrort-Laar, Laar 21 und demnächst des TSV Bruckhausen) nicht durch Mittel aus dem aktuellen Förderprogramm des Bundes finanziert werden wird, sondern aus dem Fördertopf "Soziale Stadt" - ebenfalls Bundesmittel - sind durch die Finanzierungsumstrukturierung rund 600.000 Euro frei geworden, die die Viktoria-Verantwortlichen gerne für den Bau des lange gewünschten Kunstrasenplatzes verwendet sehen würden. Manfred Helten würde gerne den sich nicht mehr im besten Zustand befindenden Ascheplatz - durch die starke Verdichtung funktioniert die Drainage nicht mehr - durch einen zeitgemäßes Kunstrasenspielfeld ersetzt wissen. Damit besäße der Verein neben dem Rasenplatz eine zweite, witterungsmäßig weniger anfällige Spielfläche. Zudem wäre auch die starke Staubbelastung - besonders in den Sommermonaten -, unter der auch die Anwohner in Nähe der Anlage zu leiden haben, nicht mehr gegeben. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hatte der Viktoria-Vorstand zu seinem Pressetermin auch die Politik "mit ins Boot" genommen.

Vor Ort bei einem Gespräch waren jetzt der Duisburger CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg, die Ratsherren Sascha Röser (SPD) und Peter Ibe (CDU). Unterstützung findet das Vorhaben auch durch die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (SPD), die allerdings terminlich verhindert war. Klar ist jedenfalls, dass die Buchholzer jetzt am Ball bleiben müssen und mit Hilfe der Politik, Duisburg-Sport und dem Stadtsportbund alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um kurz vor dem "Abpfiff" noch zum Zug zu kommen.

Quelle: RP
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