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Duisburg
Von Sakralem bis zu Welthits für die Kirche

Duisburg. "Femme Chorale" und die "Restroom Singers" traten gemeinsam auf. Von Dieter Krüssmann

Singen in der Gemeinschaft ist die Leidenschaft des Frauen-Vocal-Ensembles "Femme Chorale" e.V. Etwa ein Jahr besteht der Frauenchor unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Axel Quast und ist noch ganz neu in der Chor-Landschaft in Duisburg. Nun wollten die Sängerinnen einmal musikalisch Aufmerksamkeit auf sich richten und mit einem Benefiz-Konzert für den Förderverein Pro Dommo zur Erhaltung der Ev. Kirche Mittel-Meiderich aufwarten. Die Gemeinde benötigt dringend Geld für die Sanierung und Erneuerung der Kirchenfenster.

Ein wenig nervös und angespannt waren die Sängerinnen schon, denn es sollte alles schön klingen und korrekt sein. Das Lampenfieber war ihnen anzusehen. Um es vorweg zu nehmen - die Premiere in der Evangelischen Kirche in Mittel-Meiderich war gelungen und kam beim Publikum gut an. Trotz der zahlreichen Veranstaltungen in unmittelbarer Nachbarschaft und des Fußball-Länderspiels kamen rund 160 Zuhörer in das Gotteshaus. Die Mittel-Meidericher Kirche erwies sich als hervorragender Austragungsort. Die Akustik war äußerst gut. Dies konnte man gleich zu Anfang schön erkennen, denn Wolfgang Amadeus Mozarts "Ave verum corpus" und Johann Sebastian Bachs "Jesus bleibet meine Freude" waren ein guter Auftakt. Bei beiden Stücken gab es aber auch Unterstützung von männlichen Stimmen. Als Gäste wirkten bei diesem Benefiz-Konzert die Restroom-Singers, das Vokal-Ensemble der Polizei Duisburg, mit. Mit ruhigen und zarten Tönen, gesungen vom Frauenchor, ging es weiter mit der Titelmelodie von "Titanic" (My heart will go on), "The Rose" und einem Choral von A.B. Grell (Herr, Deine Güte reicht so weit). Übergeleitet wurde dann zu Melodien, die weltbekannt wurden. Dabei waren "Let it be" von den Beatles und die zwei Songs "Money, money, money" und "Super, Trouper" von der Gruppe ABBA. Hier und da gab es mal kleinere leichte Unsicherheiten, aber das kann man einem Chor, der gerade erst ein Jahr besteht und schon sich in dieser Zeit ein größeres Repertoire an Liedern erarbeitet hat, nicht übel nehmen. Chorleiter Axel Quast spielte an diesem Nachmittag auch gleichzeitig auf dem Klavier.

Die Restroom-Singers - sie werden ebenfalls geleitet von Axel Quast - haben sich weit über die Grenzen Duisburgs einen Namen gemacht. Im festlichen Smoking und Fliege sangen einige sakrale Werke wie beispielsweise das "Tebje Pojem" von D. Bortnjanskij und Rudolf Desch´s "Abendfrieden" sowie Karl Loewes "Kloster Grabow" und "Wir kamen einst von Piemont". Hierbei fiel auf, dass die Bassstimmen etwas schwach waren. Es kamen aber auch unterhaltsame Lieder wie Freddy´s Hit "Heimweh" (So schön, schön war die Zeit...) sowie das von den Ten Tenors herausgegebene "Stonde" zum Vorschein.

Für das Finale hatten sich alle Sängerinnen und Sänger etwas Besonderes einfallen lassen. Gemeinsam sangen sie aus dem Film "Gasparone" "Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen" und aus dem Musical "Les Miserables" den Chorgesang "Hört ihr wie das Volk erklingt". Letztgenanntes musste aufgrund des großen Beifalls noch einmal gesungen werden. Das war ein Zeichen, dass sich beide Chöre gut verstanden und ihre Sache gut gemacht hatten. Den Frauen merkte man jedenfalls nun nicht mehr das Lampenfieber an und die Gemeinde kann sich über eine beachtliche Summe für die Erneuerung ihrer Kirchenfenster freuen.

Quelle: RP
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