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Duisburg
Vortrag im Stadtmuseum: "Jenseits des Medicus"

Duisburg. Prof. Biesterfeldt spricht über alte arabische Medizin.

Im Rahmen der erfolgreichen Sonderausstellung "Häuser der Weisheit" im Kultur- und Stadthistorischen Museum spricht der renommierte Arabist Prof. Dr. Hans Hinrich Biesterfeldt, der an der Ruhr-Universität Bochum im Seminar für Orientalistik und Islamwissenschaft lehrt, am Sonntag, 7. Februar, 11 Uhr, über die Medizin im Reich der Abbasiden. "Jenseits des Medicus", so der Titel seines Vortrags, spielt auf den bekannten Roman von Noah Gordon aus dem Jahr 1986 und die Verfilmung des "Medicus" an, zu dessen Hauptfiguren der legendäre Arzt Ibn Sina gehört.

Im Vortrag wird es aber nicht nur um den persischen Universalgelehrten gehen, der bei uns lange allenfalls unter seinem latinisierten Namen Avicenna bekannt war, sondern Professor Biesterfeldt wird einen Überblick über die arabische Medizin geben und dabei insbesondere auf die verblüffenden musiktherapeutischen Ansätze der Ärzte eingehen.

Ab dem 8. Jahrhundert entstand in der arabischen Welt eine Wissenschaftsbewegung, die ihren Ausgang im "Haus der Weisheit" in Bagdad nahm und in der Folge dafür sorgte, dass das Wissen vor allem der Griechen, Inder und Perser ins Arabische übersetzt wurde. In den Krankenhäusern, die in allen größeren Städten entstanden, wurde viel Wert auf das seelische Wohlbefinden der Patienten gelegt. Operationen hingegen galten als riskant und wurden nur im Notfall durchgeführt. Später gelangten die arabisch-persischen Erkenntnisse über Andalusien nach Europa, wurden ins Lateinische übersetzt und hier in der Renaissance aufgegriffen.

Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht erforderlich.

Quelle: RP
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