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Duisburg
Was treibt junge Menschen zum IS?

Duisburg. "Hayat" heißt Leben. Und das ist auch der Name der Berliner Beratungsstelle, die bundesweit erste Beratungsstelle für Angehörige, deren Söhne und Töchter, die sich salafistisch oder dschihadistisch radikalisieren oder die wieder aussteigen wollen. Claudia Dantschke und ihre Kolleginnen und Kollegen betreuen in der Beratungsstelle derzeit bundesweit rund 140 Familien. Claudia Dantschke stellt am Donnerstag, 17. Dezember, um 18.30 Uhr, in der Kreuzeskirche Duisburg-Marxloh, Kaiser-Friedrich-Straße 40, vor diesem Erfahrungshintergrund eine differenzierte und realistische Einschätzung zur salafistischen oder dschihadistischen Radikalisierung vor.

Im Vordergrund stehen Fragen wie "Warum haben Salafisten Zulauf?", "Warum sind hunderte junge Menschen als Kämpfer nach Syrien gegangen?" oder "Warum sehen Dutzende junge Frauen ihre Erfüllung dort, mit dem beklagenswerten Ergebnis, dass schon über 80 junge Menschen dort ihr Leben gelassen haben?". Diskutiert werden soll auch die These, diese zunehmende Radikalisierung sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht auf Gruppen zu reduzieren, etwa getrennt nach ethnischer oder sozialer Herkunft oder religiösen Zuschreibungen.

Vielmehr gehe es meist um Anerkennung, um eindeutige Identitätsstiftung, die Suche nach Sinn, um Selbstwertgefühl, und eben nicht vorrangig um religiöse Fragen etwa des Islam.

Quelle: RP
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