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Duisburg
Wegekreuz in Huckingen erinnert an den Halmeshof

Duisburg. Der frühere Eigentümer des Huckinger Bauernhofes erschlug 1225 den Kölner Erzbischof und wurde enteignet.

Wenn so ein Wegekreuz wie das Halmeskreuz an der Raiffeisenstraße doch mal berichten könnte, was es so alles erlebt hat. Unsere alte Aufnahme zeigt es vor rund 30 Jahren bei Beginn der Bauarbeiten für die Eurobau-Siedlung, die sich südlich davon seitdem anschließt. Seit 2001 steht es unter Denkmalschutz. Sein Name erinnert an den ersten urkundlich erwähnten Bauernhof Huckingens, den Halmeshof, der in unmittelbarer Nähe gestanden hat. Seine Pächter mussten diesem Namen nach ursprünglich die Hälfte ihrer Erträge an den Grundeigentümer abgeben. Das war 1220 der Graf Friedrich von Isenberg. Weil der Adelige 1225 den Kölner Erzbischof Engelbert von Berg umbrachte, wurde der Huckinger Hof annektiert und 1240 an das Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr vergeben.

Das Kloster Saarn blieb bis zur Zerschlagung der kirchlichen Besitztümer durch die französische Besatzungsmacht Anfang des 19. Jahrhunderts Eigentümer des Hofes. Neuer Eigentümer wurde 1819 der Graf von Spee. Ab 1830 wurden die Huckinger Schulgebäude um den Hof herum errichtet. Da sie wegen der stark wachsenden Bevölkerung ständig erweitert und umgebaut werden mussten, war das alte Gehöft dazwischen bald nicht mehr zu erkennen. 2011 wurden schließlich die letzten Reste des Halmeshofes abgerissen.

(RPN)
 
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