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Bethesda Krankenhaus Duisburg
Wenn die Schulter Probleme macht

Bethesda Krankenhaus Duisburg: Wenn die Schulter Probleme macht
Dr. med. Dietmar Kumm, der seit 2003 die Klinik als Chefarzt für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Bethesda Krankenhaus leitet, untersucht eine Schulter-Patientin. FOTO: Bethesda
Duisburg. Das Schultergelenk ist neben den anderen großen Gelenken, wie zum Beispiel Hüfte und Knie, ein sehr häufig behandeltes und operiertes Gelenk in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Bethesda- Krankenhauses. Von Cornelia Brandt

Eine Arthrose, fortgeschrittene Verschleißerkrankungen, chronische Entzündungen, tumoröse Erkrankungen, Knochenbrüche oder Schädigungen an den Sehnen - die Liste möglicher Erkrankungen an der Schulter ist lang. Wenn die Problematik mittels nichtoperativer Maßnahmen wie zum Beispiel Spritzen, Tabletten oder Bestrahlungen nicht mehr beherrschbar ist, sind immer mehr Menschen auf eine Schulteroperation und in vielen Fällen sogar auf die Schulterendoprothetik- den Einsatz eines künstlichen Schultergelenks - angewiesen. In der Orthopädischen Klinik des Bethesda werden im Jahr mehr als 500 Implantationen von künstlichen Gelenken der Hüfte, des Kniegelenkes und der Schulter vorgenommen. Damit sind diese Operationen ein besonderer Schwerpunkt der Klinik. "Viele Menschen leiden unter einem Funktionsverlust der Schulter. Und die Bewegung ist in diesen Fällen oft mit erheblichen Schmerzen verbunden", sagt Dr. med. Dietmar Kumm, der seit 2003 die Klinik als Chefarzt für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Bethesda Krankenhaus leitet.

2008 ist Dr. Kumm in das "Who's Who-Honboard" aufgenommen worden, das regelmäßig eine Auswahl renommierter Ärzte der Bundesrepublik vorstellt. Nur 15 Mediziner aus jedem Fachgebiet finden regelmäßig Erwähnung in diesem Weltalmanach der Medizin. Zum Fachgebiet von Dr. Dietmar Kumm und seinem Team gehören auch alle Operationen an der Schulter inklusive der Schulterendoprothetik.

Um Schulterprobleme zu beheben, ist bei allen Betroffenen eine sorgfältige Untersuchung und bei vielen Patienten auch eine Operation notwendig. Weil die Schulter ein sehr kompliziert aufgebautes Gelenk ist, das im Gegensatz zum Hüftgelenk hauptsächlich durch Muskeln und Bänder geführt wird, ist bei einer Operation Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung gefragt. Das ärztliche Team der Klinik verfügt über diese Erfahrung und nimmt regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen teil.

Angefangen von den minimal-invasiven arthroskopischen Schlüssellochoperationen, die mit winzigen Schnitten auskommen über muskelschonende offene Operationen, aufwendige Knochen- und Sehnenrekonstruktionen bis zum Einsatz von künstlichen Schultergelenken, deckt das Bethesda das gesamte Behandlungsspektrum im Bereich der Schulteroperationen auf sehr hohem Niveau ab.

"Die Endoprothetik des Schultergelenkes hat sich in den vergangenen Jahren rasant fortentwickelt", sagt Dr. Kumm. "Es ist immer wieder eine Freude, die Patienten zu sehen, die nach dem Gelenkersatz eine bessere Beweglichkeit erhalten und von den quälenden Schmerzen befreit sind."

Großer Wert wird auf Operationen gelegt, die den Patienten schonen. "Wir führen minimal-invasive und muskelschonende Operationen durch", sagt Dr. Kumm. Und besonders eines steht immer im Fokus, wie er betont: "Sicherheit geht vor. Das ist unser wichtigstes Credo. Und das bedeutet auch: So klein wie möglich, so groß wie nötig." Denn die Schnitte, die für die Operation nötig werden, sollen zwar möglichst klein sein, damit der Patient nach der Operation schneller genesen kann, aber die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Dabei werden immer das Alter und die möglichen Begleiterkrankungen des Patienten berücksichtigt. Regelmäßig führt das Bethesda interne Qualitätssicherungsmaßnahmen durch, um die Behandlung und Betreuung der Patienten durchgängig auf einem hohen Niveau zu halten und stetig weiter zu verbessern.

Wenn die Operation mit einem künstlichen Gelenk erforderlich ist, werden im Bethesda Prothesen eingesetzt, die modular im Baukastensystem aufgebaut sind. Das bedeutet, dass während der Operation eine optimale Anpassung an jede Situation möglich ist. Es können auch später noch Teile ersetzt werden. Nötig wird das etwa, wenn in der Zeit nach dem Einsatz des künstlichen Gelenks ein anderer Teil der Schulter verletzt wird und ebenfalls künstlich ersetzt werden muss. Und noch ein Aspekt spielt eine wichtige Rolle: "Zum Einsatz kommen bei uns ausschließlich anerkannte Endoprothesen", erklärt Dr. Kumm. Diese sind nach den neuesten wissenschaftlichen Kenntnissen gefertigt. Die künstlichen Gelenke werden in Abhängigkeit der individuellen Situation zementfrei implantiert oder mit Knochenzement verankert.

Nicht nur vor und während einer Operation steht der Patient im Mittelpunkt der Arbeit, sondern auch danach. In dieser Zeit ist die richtige Betreuung, die den Bedürfnissen des jeweiligen Patienten entspricht, Voraussetzung für eine gute Genesung. Schon kurz nach der Operation werden die Patienten darum durch Physiotherapeuten betreut. Neben der Einzeltherapie bietet die große physikalische Abteilung unter der Leitung von Dr. Dietmar Kumm auch gezielte Bewegungsübungen im warmen Bewegungsbad und Gruppentherapie an. Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Krankengymnasten und den behandelnden Ärzten sorgt dafür, dass Maßnahmen und die richtigen Behandlungsmethoden auf kurzem Wege zwischen den unterschiedlichen Fachleuten abgestimmt werden. "Dass bei uns die verschiedenen Fachkompetenzen unter einem Dach vereint sind, bietet einen großen Vorteil", sagt Dr. Kumm. Mit einem intensiven Rehabilitationstraining sollen die Patienten fit gemacht werden. Denn dass es ihnen schnell wieder gut geht und sie auch ihre Schulter schnell wieder benutzen können, ist das Ziel.

Quelle: RP
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