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Duisburg
Wie fahrradfreundlich ist Duisburg eigentlich?

Duisburg. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ruft wieder alle Radfahrer dazu auf, das Fahrradklima ihrer Städte und Gemeinden zu bewerten. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist der Zufriedenheits-Index der Radfahrer in Deutschland. Mehr als 100.000 Bürger haben beim letzten Mal vor zwei Jahren mitgemacht und die Fahrradfreundlichkeit in 468 Städten beurteilt. Per Fragebogen haben sie bewertet, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege im Winter geräumt werden und ob sie sich auf dem Fahrrad sicher fühlen. Die Ergebnisse zeigen auf, wo sich Verkehrsplaner und politisch Verantwortliche erfolgreich für besseren Radverkehr einsetzen oder wo sich Radfahrende von ihnen allein gelassen fühlen. Die Gewinner-Städte werden im Frühjahr 2017 ausgezeichnet.

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet im Herbst 2016 zum siebten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. "Beim letzten Fahrradklima-Test im Jahr 2014 beantworteten landesweit 30.000 Bürger die Interviewfragen, davon knapp 700 aus Duisburg - das ist sicher noch ausbaufähig", ist Vorstandssprecher Herbert Fürmann überzeugt. "Unser Ziel ist es, die Beteiligung und auch die Anzahl der bewerteten Städte dieses Mal noch einmal deutlich erhöhen."

Die Umfrage findet noch bis zum 30. November statt. In diesem Zeitraum können Radfahrer auf "www.fahrradklima-test.de" mitmachen und so auf diese Weise Impulse für bessere Radfahrbedingungen in ihrer Heimatstadt geben.

Das Ergebnis aus 2014 zeigte sich breitgefächert zwischen den Bewertungen von gut bis schlecht. Auch in den führenden Städten fielen die Benotungen für die Radfahrbedingungen in NRW wie bundesweit nur mäßig aus. Münster ging bei den großen Städten erneut als Sieger hervor, am unteren Ende der NRW-Skala lagen Köln, Bochum und Mönchengladbach. Fürmann: "Duisburg lag vor zwei Jahren auf Platz 28 von 39 Großstädten mit einer Gesamtnote von 4,05, also nur einem "ausreichend". Dabei konnte sich die Stadt gegenüber dem 2012er Ranking nicht verbessern."

Der ADFC Duisburg ist gespannt, wie zufrieden die Radfahrer heute sind; ob sie positive bzw. negative Veränderungen zum Radverkehr in ihren Städten wahrnehmen. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich auch an den ADFC Infoladen an der Mülheimer Straße 91 wenden. Hier werden ausgedruckte Fragebögen bereitgehalten.

Quelle: RP
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