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Duisburg
Wirtschaftsmacht von nebenan

Duisburg: Wirtschaftsmacht von nebenan
Dachdeckermeister Christian Kleinpeter überreicht ein Herz an Gabriele Lobreyer, die sich beim Tag des Handwerks informierte. FOTO: andreas probst
Duisburg. Beim Tag des Handwerks auf dem Hamborner Altmarkt zeigten Vertreter der Gewerke Bau, Malerei, Tischlerei, Dachdeckerei, Raumausstatter und Friseur zusammen mit der Maler- und Tischlerinnung ihr Leistungsvermögen. Von Hans-Ulrich Kress

Das Handwerk steht für richtungweisende Innovationen, fundierte Ausbildung, sichere Arbeitsplätze und solide Arbeit. Das unterstreicht der bundesweit veranstaltete Tag des Handwerks. "Zu oft kommt das Handwerk im Vergleich zur Großindustrie zu schlecht weg, wird stiefmütterlich behandelt und in eine Mauerblümchenrolle gedrängt", findet der selbstständige Tischlermeister und Innungsobermeister Reiner Lenk. Das möchte er gerade rücken.

Breite Palette

Für ihn ist das Handwerk die Wirtschaftsmacht von nebenan. Dazu stieg er angeregt von der Handwerkskammer Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Unternehmerfrauen im Handwerk, vertreten von Jutta Schmidt, die zusammen mit ihrem Mann einen Malerbetrieb leitet, in den bundesweiten Tag des Handwerks ein.

Am Rande des Hamborner Wochenmarktes zeigten er, seine Mitstreiterin, acht Handwerksbetriebe aus den Gewerken zusammen mit der Maler- und der Tischlerinnung Duisburgs die breite Palette handwerklichen Leistungsvermögens. Es wurden neue Maltechniken demonstriert, die Technik solider Polstermöbeltechnik vorgestellt, moderne, umweltfreundliche Wärmedämmung und was man so alles mit Holz machen kann, gezeigt.

Großes Besucherinteresse

Neben dem Altmarkt hatten die Handwerker einen drei Meter hohen Holzstuhl aufgestellt. Der konnte von jedermann für ein Erinnerungsfoto zum Mitnehmen erklommen werden. "Unser Stuhl ist älter als der einer oft genannten Möbelmarktkette", erklärte Reiner Lenk.

Für die Bilder wurde dann eine Spende fällig, die die Handwerker dem "Bedürftigen-Essen" der Abtei Hamborn zu Verfügung stellen wollen. "Gern hätten wir unsere Gäste mit verschiedenen von handwerklichen Fachbetrieben hergestellten Leckereien verwöhnt", versicherte Obermeister Lenk und musste dabei bedauernd feststellen, dass die angesprochenen Betriebe Samstagvormittag "mit voller Kraft ihren Kunden zur Verfügung stehen" wollten.

Trotzdem konnten er und Jutta Schmidt zahlreiche Besucher willkommen heißen, die den Tag des Handwerks nutzten, um sich in Duisburg über Angebote und Berufsperspektiven zu informieren.

Quelle: RP
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