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Duisburg
Zahl der Grundschüler in Duisburg steigt wieder an

Duisburg. Der Zuzug von ausländischen Familien und die Flüchtlingswelle hinterlassen ihre Spuren. 4300 I-Dötzchen werden heute eingeschult. Von Carolin Skiba

Wer tagsüber gerne im Freibad in Ruhe ein paar Bahnen ziehen möchte, der hat ab heute dazu gute Chancen. Denn die Ferien sind vorbei. Für die einen beginnt damit die Schulroutine aufs Neue, für die anderen ein ganz neuer Lebensabschnitt. Bei den I-Dötzchen dürfte das Kribbeln im Bauch besonders groß sein. Aber auch die Ex-Viertklässler, die auf eine weiterführende Schule wechseln, erwarten viele neue Herausforderungen. Zum Schuljahr 2016/17 werden heute laut Statistik 4302 Kinder in Duisburg eingeschult - das sind rund 120 mehr als im Vorjahr. Im Rahmen der Ende Januar durchgeführten Koordinierungen konnten alle Anmeldungen einschließlich der Elternwünsche auf Gemeinsames Lernen auf die Duisburger Grundschulen verteilt werden. Insgesamt wurden 4079 Schüler aufgenommen. Die Differenz zur Gesamtzahl der einzuschulenden Kinder setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Kindern, die eine Förderschule (rund 110) oder eine Schule außerhalb Duisburgs besuchen, sowie aus Kindern, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden. Darüber hinaus wurden bis zum Abschluss des Verfahrens noch nicht alle Kinder an einer Schule angemeldet. Da es eine Schulpflicht gibt, werden diese Fälle weiterverfolgt.

Alle Grundschul-Standorte in Duisburg können in diesem Jahr mindestens eine Eingangsklasse bilden. Das war nicht immer so und hat in der Vergangenheit schon zur Schließung geführt. Doch steigende Geburtenraten und vor allem der Zuzug von ausländischen Familien hat dies verändert. Die Schulplaner stellt dies vor große Herausforderungen. Auf der Basis von Geburtenraten den Bedarf zu ermitteln, ist üblich. Aber Zuwanderer- und Flüchtlingszahlen zu prognostizieren, ist nur schwer möglich. Denn wer hätte zum Beispiel Anfang vorigen Jahres mit einer derartigen Flüchtlingswelle gerechnet? Aufgrund von Erfahrungswerten, Schätzungen und mit Hilfe von Rechenmodellen geht die Stadt davon aus, dass die Grundschüler-Zahlen steigen. Gab es vor zehn Jahren noch rund 20 000 Grundschüler in 89 Grundschulen, so sank die Zahl bis 2013 auf rund 16.500. Bedarf gab es nur noch für 78 Grundschulstandorte. Mit jährlich knapp 17.000 Grundschülern plant die Stadt für die kommenden fünf Jahre. Es ist daher nicht auszuschließen, dass aufgegebene Grundschulen reaktiviert werden müssen.

Beim Blick auf die allgemeinen Schülerzahlen setzt sich diese Entwicklung fort. Rund 31.000 Kinder rund Jugendliche werden im heute beginnenden Schuljahr die Bänke in den weiterführenden Schulen drücken. Treffen die Prognosen zu, dann wird sich an der für 2020/21 errechneten Zahl von 28.000 entsprechend der Entwicklung im Grundschulbereich noch einiges ändern.

Quelle: RP
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