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Duisburg
Nachwuchs bei den Gorillas

Duisburg: Nachwuchs bei den Gorillas
Gorilla-Chef Mapema wird ab dem kommenden Freitag im Zoo zum Fußball-EM-Orakel. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der Gorilla-Kindergarten im Zoo Duisburg darf sich über Verstärkung freuen. Ganz aufgeregt und gespannt schauen die fünf Gorilla-Kinder in Richtung des Neuzugangs in der Gruppe. Das 20-jährige Gorilla-Weibchen Safiri hat ihnen am Freitag einen neuen Spielkameraden beschert.

Safiri wurde 2008 erstmals Mutter und hatte sich als Erstgebärende bereits damals fürsorglich um ihre Tochter Kiburi gekümmert. Zweieinhalb Jahre später folgte dann Sohn Suwedi. Das Geschlecht ihres jüngsten Sprosses ist allerdings noch unbekannt. Zu sehr drückt die Mutter ihren Schützling an die Brust, als dass die Pfleger im Zoo das Geschlecht schon hätten ausmachen können.

Inzwischen ist die Duisburger Gorilla-Patchworkfamilie auf zehn Tiere angewachsen, und täglich kann man beobachten, wie die Jungtiere im Alter zwischen eins und fünf rumtollen und miteinander raufen. Die Gorilla-Kinder, die wie in der Natur voll in das Familienleben integriert und mit entsprechender Sozialkompetenz ausgestattet sind, werden in den kommenden Jahren den Zoo verlassen und in Partnerzoos eigene Familien gründen. Somit trägt der Zoo Duisburg, im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP), aktiv dazu bei, dass diese charismatische Tierart vom Aussterben bewahrt werden kann.

Scheinbar völlig unbeteiligt erlebt man derzeit den Gruppen-Macho, den 20-jährigen prachtvollen Silberrücken Mapema. Er dürfte in absehbarer Zeit wieder damit zu tun haben, seine Chefrolle zu demonstrieren, denn mit der schwindenden Aufmerksamkeit seiner Lieblingsfrau Safiri, die jetzt uneingeschränkt ihrem Baby gilt, kommt er bisweilen schlecht zurecht: er haut dann schon mal auf den Putz, trommelt in bester Gorilla-Manier auf seine Brust, und alles ist wieder gut… Spätestens ab Freitag ist Mapema dann aber im Fußballfieber und wird sich als "Gorakel" beweisen können. Live und ohne doppelten Boden tippt er auf ausgewählte Spiele der Europameisterschaft, und zwar täglich um 13.45 Uhr während der Gorillafütterung auf der Außenanlage.

Wer übrigens Safiri mit ihrem Baby sehen will, muss unter Umständen Geduld mitbringen. Sie bewegt sich zwar gleichfalls auf der Freianlage, kann sich aber jederzeit in unbeobachtetere Ecken zurückziehen.

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