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Duisburger Zoo
So berichtet die Weltpresse über den toten Orang-Utan

Ausbruch aus Duisburger Zoo: Orang-Utan erschossen
Ausbruch aus Duisburger Zoo: Orang-Utan erschossen FOTO: : Zoo Duisburg, Kuster/www.zoo-foto.de
Duisburg. Der Tod des Orang-Utan-Männchens "Nieas", der am Montagabend aus seinem Gehege im Duisburger Zoo ausgebrochen war und anschließend vom Personal erschossen werden musste, erregt sogar im Ausland viel Aufsehen.   Von Marcel Romahn

Gegen 18.15 Uhr konnte am Montag im Duisburger Zoo ein 26 Jahre alter Orang-Utan aus seinem Gehege ausbrechen. Nach einem Streit mit einem zweiten Affen geriet das Tier in Panik und musste bei seinem Fluchtversuch erschossen werden. 

Schlagzeilen von England bis Kanada

Nicht nur in Deutschland berichteten zahlreiche Medien über das Schicksal von "Nieas", sogar weltweit gab es Schlagzeilen über den Ausbruch des Affen und die Trauer im Duisburger Zoo. 

Auch die englischsprachige Nachrichtenagentur "The Local" verbreitete die Nachricht über den erschossenen Orang-Utan. FOTO: thelocal.de

Die britische Boulevardzeitung Daily Mail zitiert den Tierschutzbund, der sich gegen die Haltung der seltenen, intelligenten Affen in einem Zoo-Gehege ausspricht. Die Erschießung des Orang-Utans wird in der Berichterstattung, in der auch die Verantwortlichen des Duisburger Zoos zu Wort kommen, als nachvollziehbare letztmögliche Maßnahme dargestellt. Sehr unterschiedlich fallen dagegen die Kommentare der Leser aus.

So kommentiert ein Online-Leser den Artikel beispielsweise mit: "Die öffentliche Sicherheit muss immer die erste Priorität des Zoos sein. Die Wärter haben ihren Job gemacht." Mehrere Diskussionteilnehmer bezeichnen das Vorgehen der Wärter jedoch als "dumm", "unnötig" und "brutal". Einige fordern sogar die sofortige Schließung des Zoos.

Ankunft in England: Orang-Utan-Baby Rieke lebt sich schnell ein FOTO: dpa, fpt

Die Online-Nachrichtenagentur "The Local" zitiert mehrfach die Verantwortlichen von Stadt und Zoo. Außerdem weist der Bericht ausführlich auf die Gefahren hin, die von dem mehr als 100 Kilo schweren Tier ausgehen. Bei den Lesern stößt der Ausbruch selbst jedoch auf wenig Interesse. Stattdessen entflammt in den Kommentarzeilen eine Diskussion über die artgerechte Haltung der Affen.

"Nicht der Ausbruch ist schockierend, sondern, dass diese Tiere in einem Zoo gehalten werden", schreibt ein Leser und erhält dafür viel Zuspruch. Außerdem äußern einige User deutliche Zweifel daran, ob es tatsächlich unmöglich gewesen wäre, den Affen zu betäuben und ob akute Lebensgefahr für Besucher und Personal bestand.

Die kanadische Zeitung Toronto Sun lässt ebenfalls Tierschützer zu Wort kommen, die das Zoo-Peronal via Twitter als "Mörder" bezeichnen. Auf die genauen Hintergründe des Ausbruchs geht der Bericht nicht ein, ebenso wenig auf die von Zoo-Sprechern mehrfach erwähnte Gefahr für die Öffentlichkeit. 

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