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Bahnstrecke in Duisburg
Zug fährt über Betonplatte auf Schienen

Duisburg. Das Triebfahrzeug eines Güterzugs ist am Donnerstag in Duisburg über eine Betonplatte gefahren. Zwei Männer griffen ein und verhinderten womöglich Schlimmeres. 

Zwei 26 und 40 Jahre alte Männer warnten am Mittwochmorgen kurz nach sieben Uhr einen Triebfahrzeugführer einer Güterzuglok kurz vor dem Haltepunkt Hochfeld-Süd vor einer auf den Gleisen liegenden Betonplatte und verhinderten so möglicherweise eine Katastrophe. Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Damit konnte er allerdings nicht mehr verhindern, dass der Zug über das Hindernisses rollte. Dabei kam es zu Schäden an dem Triebfahrzeug, an dem Zugbeeinflussungssystem sowie Verspätungen im Bahnverkehr.

Die beiden Männer hatten auf dem Bahnsteig in Hochfeld gewartet, als sie die Betonplatte auf den Schienen entdeckten. Sie liefen bis an den Anfang des Bahnsteiges, um den Lokführer noch warnen können. Beide schätzten dabei die Gefahr richtig ein. Denn wären sie auf die Gleise gesprungen und hätten die Platte weggeräumt, so wären sie in große Gefahr geraten. Darum versuchten sie nur, den Triebfahrzeugführer mit ihren Handzeichen zum Bremsen aufzufordern. Dank der Zeugen rollte die Lok lediglich mit 60 Stundenkilometern über das Hindernis.

Aufgrund des Vorfalls kam es bei 17 Züge zu Verspätungen. Sie summerite sich auf 325 Minuten. Zwei Züge fielen sogar komplett aus. Der Bahnhof in Hochfeld wird unter anderem von den Regionallinien in und aus Richtung angesteuert. Bslang fehlt von den Tätern jede Spur.

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