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Duisburg
Zugsicherung: Finanzierung scheint jetzt zu stehen

Duisburg. Gespräche mit dem Verkehrsministerium und dem VRR gaben den Ausschlag.

Der Rat der Stadt soll in seiner Sitzung am 29. Februar zustimmen, dass ein neues Zugsicherungssystem für die Stadtbahn ausgeschrieben wird. Bekanntlich hatte die Stadt aus finanziellen Gründen davon Abstand genommen, dieses Projekt mit der Düsseldorfer Rheinbahn gemeinsam auf den Weg zu bringen. Dadurch drohte unter anderem die Gefahr, dass die U 79 zwischen unserer Stadt und der Landeshauptstadt nicht mehr durchgängig fahren kann.

Das in Duisburg installierte Zug-sicherungssystem ist so überaltert, dass es schon bald bei Reparaturen keine Ersatzteile mehr gibt. Ohne dieses System dürfen und können die Bahnen allerdings nicht durch den U-Bahn-Tunnel fahren. Die Erneuerung wird rund 40 Millionen Euro kosten, die eigentlich von der Stadt aufgebracht werden müssen. Bekanntlich hat der NRW-Finanzminister mit dem VRR vereinbart, dass der Verkehrsverbund unter bestimmten Voraussetzungen in die Finanzierung einsteigt. Eine dieser Voraussetzung ist, dass das Land Projekte in anderen Kommunen des VRR-Gebietes fördert. Auf diesem Wege soll dem denkbaren Eindruck entgegengetreten werden, der VRR würde Duisburg bevorzugen. Außerdem muss die Stadt einen Nahverkehrsplan vorlegen, damit erkennbar ist, wie das Netz des öffentlichen Nahverkehrs in den kommenden Jahren aussehen soll. Mit der neuen Zugsicherung benötigt die DVG aber auch neue Fahrzeuge, sie müssten also rechtzeitig angeschafft werden. Der Kauf neuer Bahnen wird rund 150 Millionen Euro kosten. Die Anschaffung des neuen Zugsicherungssystems wird Teil der Sanierung des Karl-Lehr-Brückenzuges sein. CDU-Ratsherr Frank Heidenreich, CDU-Fraktionssitzender beim VRR, begrüßt den Vorstoß, "weil er überfällig war. Jetzt muss die Stadt aber auch wirklich zügig die Voraussetzungen erfüllen."

(hch)
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