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Duisburg
Zum Abschluss kommt der Minister

Duisburg: Zum Abschluss kommt der Minister
Ein Hingucker: die renovierte Fassade des Gerichtsgebäudes. FOTO: Christoph Reichwein (REI)
Duisburg. Im Amts- und Landgericht wird am Montag gefeiert, dass die Sanierung des großen Gebäudekomplexes am König-Heinrich-Platz und an der Königstraße beendet ist. Justizminister Kutschaty hat dazu sein Kommen angekündigt.

Land- und Amtsgericht werden gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW am Montag, 14. September, den Abschluss der Grundsanierungsarbeiten mit den Bediensteten aus dem Hause im Beisein von NRW Justizminister Thomas Kutschaty sowie Oberbürgermeister Sören Link feiern. Nach gut sieben Jahren hat der BLB die große Grundinstandsetzung am denkmalgeschützten Gebäudeensemble in Höhe von rund zehn Millionen Euro abgeschlossen. Damit wurden die bewilligten Geldmittel von rund 13 Millionen Euro deutlich unterschritten.

Die Maßnahmen umfassten nicht nur eine aufwändige Instandsetzung der Fassaden, Dächer und Höfe, auch Fensterbereiche wurden nach aktuellen Sicherheitsanforderungen erneuert. Anschließend folgten Sanierungsarbeiten im Gebäudeinneren. Der Brandschutz wurde auf den neuesten Stand gebracht, die Elektroinstallationen überholt, Fußböden erneuert, Türen, Türrahmen und Türbeschläge sowie Geländer restauriert. Insgesamt wurden 26 Kilometer Starkstrom-, Fernmelde- und Datenkabel verarbeitet, außerdem 440 Wand- und Deckenleuchten angebracht.

Dieses umfassende und anspruchsvolle Projekt wurde in 46 Bauabschnitten bei laufendem Betrieb und in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde durchgeführt. Die Bediensteten mussten während der Arbeiten abschnittweise im 14-tägigen Wechsel in bereitgestellte Bürocontainer auf dem Justizgelände umziehen.

Mit den Planungen für das Projekt startete der BLB vor sieben Jahren. Insgesamt wurden rund 100 verschiedene Aufträge ausgeschrieben und an über 60 Firmen vergeben. Besonders anspruchsvoll war das Projekt, da bei dem alten Gerichtsgebäude die Vorgaben des Denkmalschutzes zu berücksichtigen waren. Zudem besteht das Gebäude, das in seiner Geschichte durch Anbauten erweitert wurde, aus zwei Gebäudeteilen mit unterschiedlicher Fassade. Es galt dabei, Spezialfirmen zu finden, die sich mit den besonderen Anforderungen des jeweiligen Fassadentyps auskennen. Die Fassade des älteren, an der Königstraße gelegenen Gebäudeteils, besteht zu großen Teilen aus Ziegelstein. Der Sockelbereich, also der unterste Fassadenbereich, wurde aus geschliffener Basaltlava gefertigt. Für das Eingangsportal, das Dachgesims sowie die Gurtgesimse - waagerecht umlaufende Fassadenelemente, die das Gebäude optisch in Stockwerke gliedern - wurde Sandstein verwendet.

Der jüngere und größere Gebäudeteil, der zum König-Heinrich-Platz ausgerichtet ist, besteht neben verputzten Teilen ebenfalls aus einem Basalt-Sockel sowie aus Sandstein an den Fenster- und Türgewänden und im Portalbereich.

Quelle: RP
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