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Ute Bopp
Zum Jubiläum in neuem Outfit

Ute Bopp: Zum Jubiläum in neuem Outfit
Ute Bopp und Dirk Grotstollen, Vorsitzender des Ruhrorter Bürgervereins, mit der Jubiläumsausgabe von "Blickpunkt Ruhrort". FOTO: Bürgerverein
Duisburg. Die Geschäftsführerin des Ruhrorter Bürgervereins, der zurzeit fast 400 Mitglieder hat, über die Neugestaltung und Neuausrichtung des Ruhrort-Magazins "Blickpunkt Ruhrort", das auch außerhalb des Stadtteils gelesen wird.

Der Ruhrorter Bürgerverein (RBV) ist einer der ältesten und mitgliederstärksten Bürgervereine in Duisburg. Amtierender Vorsitzender ist der Rechtsanwalt und Notar Dirk Grotstollen. Seit Mai 2008 gibt der RBV ein Magazin für seinen Stadtteil heraus, der nicht nur für seine Mitglieder bestimmt ist. Verantwortliche Redakteurin des "Blickpunkt Ruhrort" ist Ute Bopp, die zugleich Geschäftsführerin des RBV ist. Mit ihr sprach RP-Autor Olaf Reifegerste.

Vor wenigen Monaten erschien die Jubiläumsausgabe des "blickpunkt RUHRORT", so heißt das Magazin für den Hafenstadtteil Ruhrort, das der Ruhrorter Bürgerverein seit Jahren herausgibt. Doch die 25. Ausgabe schreibt sich nicht nur vom Titel her anders als ihre Vorläuferhefte, sie sieht auch optisch und inhaltlich anders aus. Was ist passiert?

Bopp Nach acht Jahren Blickpunkt und 24 Ausgaben war es einfach mal an der Zeit, unserem Magazin ein neues, frisches Gesicht zu geben. Als wir beim Ruhrorter Bürgerverein Anfang 2008 darüber diskutiert haben, ein eigenes Ruhrort-Heft herauszugeben, haben die wenigsten damit gerechnet, dass es so erfolgreich sein und so sehr nachgefragt werden wird. Ruhrort war damals noch nicht so "hip" wie heute. Und wir als neuer Vorstand wollten etwas dafür tun, um die schönen Seiten Ruhrorts darzustellen und die Menschen, Vereine und Geschäfte vorzustellen. Unsere erste Ausgabe hatte eine Auflage von nur 500 Stück. Seit sechs Jahren verteilen wir je Ausgabe 1.250 Hefte. Nach unserer Schaffenspause im letzten Jahr war es nun ein guter Zeitpunkt, für die 25. Ausgabe das Layout zu modernisieren - allerdings nur das Layout, ansonsten bleiben wir unserem Konzept treu: interessante journalistische Berichte über Ruhrorts Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, Interviews mit für Ruhrort wichtigen Leuten, die Vorstellung von Vereinen und Institutionen. Mit der Agentur "MediaDevice" aus Duisburg haben wir einen Partner gefunden, der die Atmosphäre unseres Magazins genau verstanden hat und der das grafisch perfekt umgesetzt hat.

RBV-Mitgliedern wurde die lange Wartezeit auf das neue Heft mit einer Extra-Beilage versüßt. Worin bestand die "Entschädigung"? Und warum hat man nur die RBV-Mitglieder damit beschenkt und nicht alle Leser?

Bopp Wir haben der Jubiläumsausgabe eine DVD beigefügt von dem Theaterstück "Herr Paul", das im Rahmen der Akzente 2016 im Lokal Harmonie aufgeführt wurde und durch seine Bearbeitung einen direkten Bezug zu Ruhrort hat. Wenn es sich ergibt, wollen wir dies so oder so ähnlich auch in den nächsten Ausgaben wiederholen. Momentan haben wir fast 400 Mitglieder im Bürgerverein. Jedes Mitglied bekommt das Magazin direkt in seinen Briefkasten geliefert, andere Interessierte können das Heft in verschiedenen Geschäften in Ruhrort kostenlos mitnehmen.

Früher erschien das Magazin viermal im Jahr, jetzt nur noch zweimal. Ist das womöglich der Preis für das neue mediale "Facelifting"?

Bopp Nein, das ist dem täglichen Leben geschuldet. Ich und meine Mitautoren arbeiten ehrenamtlich im Bürgerverein und machen das Magazin in der Freizeit. Wir leben alle gerne in Ruhrort und fühlen uns am Rhein wohl. Unsere Begeisterung für unseren Hafenstadtteil wollen wir mit unserem Magazin transportieren. Wir sind alle berufstätig, haben Familien und viele andere Aktivitäten unter einen Hut zu bringen. Deshalb hatten wir auch im letzten Jahr eine Pause eingelegt. Es gab schlicht und einfach zu wenig Zeit für vernünftige journalistische und redaktionelle Arbeit. Und die 25. Ausgabe sollte ja besonders gut werden. Ich glaube, dass wir zwei Ausgaben im Jahr gut stemmen können. An Themen mangelt es nicht, da könnten wir ganze Bücher füllen. Ruhrort ist einfach ein interessanter und vielseitiger Stadtteil.

Das Heft war in Sachen Arbeit in erster Linie eine Art "Solonummer" von Ihnen. Hat sich jetzt etwas daran geändert?

Bopp Es macht mir riesigen Spaß, für Artikel zu recherchieren, mit Leuten zu sprechen und an den Berichten und Reportagen zu feilen. Es ist eben nur viel Arbeit. Aber ganz alleine bin ich ja zum Glück nicht. Es gibt immer wieder Ruhrorterinnen und Ruhrorter, die etwas beisteuern, die schreiben, Fotos liefern und aus ihrem Umfeld berichten. So haben wir Institutionen, wie beispielsweise das Haniel-Archiv oder die Träger der Altenzentren in Ruhrort, die regelmäßig Artikel schreiben. Es gibt eine Redaktionskonferenz, zu der ich diejenigen einlade, die Interesse bekundet haben mitzuschreiben. Dort legen wir fest, wer was bis wann fertigstellt, dann geht's ans Schreiben, an die Zusammenstellung der Artikel, ans Korrekturlesen. Wenn jemand Lust verspürt mitzumachen, ist er oder sie herzlich willkommen. Einfach bei mir melden unter "mailto:blickpunkt@ruhrort.de" .

Wie steht es um die Zukunft des "blickpunkt RUHRORT"?

Bopp Ende dieses Jahr gibt es die nächste Ausgabe und 2017 hoffentlich auch wieder zwei. Alle Interessierten können uns bei Facebook folgen und erfahren dort, wann die neue Ausgabe herauskommt. Auf unserer Webseite "http://www.ruhrort.de" kann man alle bisherigen Ausgaben herunterladen oder online lesen. Und wer sichergehen will, keine Ausgabe zu verpassen und lieber das gedruckte Magazin lesen möchte, sollte schnellstmöglich Mitglied im Ruhrorter Bürgerverein werden. Dann bekommt man jede Ausgabe unmittelbar nach dem Erscheinen zugesandt. Aufnahmeanträge gibt es auf unserer Webseite.

Quelle: RP
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