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Duisburg
Zwei ganz besondere Azubis

Duisburg: Zwei ganz besondere Azubis
Gruppenbild mit Rettungswagen (von links): Arnd Jankowski, Oskar Budny, Kevin Zimmer, Sven Brost, Miles Lux und Oliver Tittmann. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Oskar Budny und Kevin Zimmer sind die erste Auszubildenden zum Notfallsanitäter der Johanniter in Duisburg. Damit haben sie die Chance, ihre Ausbildung mitzugestalten. Von Carolin Skiba

In den kommenden Tagen steht für Oskar Budny (25) und Kevin Zimmer (29) erst einmal viel Grundlagentraining auf dem Plan. Und das, obwohl gerade der praktische Teil ihrer Ausbildung zum Notfallsanitäter bei den Johannitern begonnen hat, den die beiden Essener auf der Hauptfeuerwehrwache an der Wintgensstraße in Duisburg absolvieren.

Seit April 2004 sind die Johanniter fester Bestandteil des Rettungsdienstes in Duisburg, indem sie mit einem 24-Stunden besetzten Rettungswagen, der an der Hauptfeuerwache stationiert ist, und drei Krankenwagen integriert sind. Doch bevor es in ein paar Tagen mit auf den Rettungswagen geht, müssen die beiden erst mal ihr neues Um- und Aufgabenfeld kennenlernen.

Ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter haben Budny und Zimmer im November begonnen. Gestartet haben sie mit einem Theorieteil sowie einem Monat Praktikum in einer Klinik. Jetzt ist die Praxis in der Rettungswache dran. So wird die Ausbildung der beiden weitergehen: Insgesamt 1920 Stunden schulischer Ausbildungsteil in der Johanniter-Akademie, 1960 Stunden Praxis auf einer Rettungswache und 720 Stunden praktischer Ausbildungsteil in einem Krankenhaus. Nach drei Jahren sind sie dann fertig ausgebildete Notfallsanitäter. Doch Budny und Zimmer sind ganz besondere Azubis. Nicht nur, weil es die Ausbildung in der Form erst seit 2014 gibt und damit noch recht jung ist. Und auch nicht, weil die beiden eigentlich Bundeswehrsoldaten sind und die Ausbildung im Rahmen ihrer Verpflichtung beim Bund bis 2029 absolvieren. Die beiden sind die ersten Azubis der Johanniter in Duisburg. Im April dieses Jahres haben die Johanniter in Duisburg auf Basis einer Kooperation mit der Bundeswehr und der Johanniter Akademie mit der Ausbildung von Notfallsanitätern begonnen. "Langfristig soll der Beginn der Ausbildung in Kooperation mit der Bundeswehr die Basis sein, eigene Auszubildende in diesem Berufsbild zu begleiten. Im kommenden Jahr soll es acht Azubis-Plätze im Regionalverband Rhein-Ruhr geben. Budny und Zimmer sind also nicht nur Azubis, sondern können im weitesten Sinne die Ausbildung mitgestalten. "Wir müssen noch viel Erfahrung in dem Bereich sammeln und zusammen voneinander lernen", sagt Ausbilder Sven Brost.

Budny und Zimmer haben sich freiwillig für die Ausbildung zum Notfallsanitäter entschieden. Bei der Bundeswehr können sie damit vielfältig eingesetzt werden. Erste Einblicke haben die beiden bereits in ihrem einmonatigen Praktikum im Krankenhaus in Mettmann sammeln können. Budny: "Da ging es um die Pflege des Patienten, um erst mal eine Verbindung zum Beruf zu finden und mal einen kranken Menschen im Bett zu sehen, der nicht man selbst ist." Dort habe er einen ganz guten Überblick über das ganze Aufgabenspektrum bekommen, weil er täglich mit neuen Patienten zu tun hatte. Im schulischen Teil lernen die beiden theoretische Inhalte wie Anatomie, Krankheitslehre, Patientenkommunikation und Organisation des Rettungsdienstes. Auf der Rettungswache soll es dann Einblicke in Arbeitsabläufe und Einsatzszenarien geben, die die Zusammenarbeit des Rettungsdienstes und der Feuerwehr aufzeigen.

Quelle: RP
 
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