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Duisburg
Zwei Jahrzehnte Hilfe per Knopfdruck

Duisburg. Der Hausnotruf der Arbeiterwohlfahrt in Duisburg feierte in diesen Tagen Jubiläum.

Wolfgang Krause, Geschäftsführer der AWO-Duisburg, und Wilma Katzinski, Geschäftsführerin der AWOcura, die den Service betreibt, gratulierten dem Hausnotruf-Team zum 20. Geburtstag. Und sie waren keineswegs die einzigen Geburtstagsgäste in der AWO-Hausnotrufzentrale im Kranichhof an der Düsseldorfer Straße in Wanheimerort. Etwa 40 Mitarbeiter, Ehrenamtler und AWO-Mitglieder feierten eine Erfolgsgeschichte.

Wie die Leiterin des Bereichs Ambulante Dienste, Ute Nienhaus-Schneiderheinze, berichtete, lohnt sich der Anschluss an ein Netz, das Sicherheit im Ernstfall gibt: In 20 Jahren war das Team 4.800 Mal im Einsatz und rettete Leben, zum Beispiel wenn ältere Menschen nach einem Sturz hilflos in der Wohnung lagen oder sich mit einem Herzinfarkt in der rund um die Uhr besetzten Zentrale meldeten. Derzeit reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentrale auf etwa 500 Anrufe pro Jahr.

Gabriele Schergel, Leiterin des Awo-Hausnotrufs: "Knapp 5000 Menschen haben in den vergangenen 20 Jahren auf unser System vertraut." Wolfgang Krause ergänzte: "Hausnotruf ist eine ganz persönliche Alarmanlage, übrigens auch wenn ich mich durch unliebsame Gäste an der Haustür bedroht fühle. Ich selbst habe ein solches Gerät. Hausnotruf ist eine Investition in die eigene Sicherheit. Das Gerät kann ab 18,36 Euro im Monat gemietet werden." Zu den Anfängen sagt Ute Nienhaus-Schneiderheinze: "Der Hausnotruf war 1996 ein Modellprojekt, an dem die AWO-Duisburg in Zusammenarbeit mit der Universität Dortmund beteiligt war. Mit dem Gerät wollte man erreichen, dass Menschen frühzeitig in ihrer Wohnung gefunden werden und Hilfe bekommen." Dieses Modell ging dann in Serie. Neue Generationen von Empfangsgeräten und Sendern kamen auf den Markt. Inzwischen dauert die Installation nur noch wenige Minuten. Es gibt ein Empfangsgerät, eine Art Gegensprechanlage, in der Wohnung. Und den Notruf-Knopf, der als Armband oder Kette am Körper getragen wird. Wenn etwas passiert, dann drückt man einfach den Knopf und die Zentrale meldet sich und fragt nach, wie geholfen werden kann. Wenn die geschulten Mitarbeiter in der Zentrale den Eindruck haben, dass es sich um einen Notfall handelt oder keine Antwort auf ihre Meldung erhalten, dann wird der Rettungsdienst gerufen. In der Regel aber werden die Angehörigen, Nachbarn oder die AWOcura-Mitarbeiter verständigt, mal nachzusehen, wie geholfen werden kann. Die Zentrale ist 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag besetzt.

Der Hausnotruf ist erreichbar unter 0203 3095666 oder per E-Mail: hausntoruf@awocura.de.

Quelle: RP
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