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Duisburg
Zwei zu Unrecht vergessene Künstlerinnen bei Du-Art

Duisburg. Seit fast drei Jahrzehnten sammelt (und somit rettet) Gerhard Losemann, Doyen der Duisburger Künstlerschaft, Nachlässe von Künstlern. Seit drei Jahren lagern die inzwischen etwa 4500 Kunstwerke in einem Haus am Dellplatz 6, jetzt läuft in der Galerie "Du-Art" im Erdgeschoss noch bis Mitte September die dreizehnte, auch wieder sehr sehenswerte Ausstellung. Gezeigt werden diesmal "Collagen und Assemblagen" aus den Nachlässen zweier zu Unrecht fast vergessener Duisburger Künstlerinnen, nämlich Hetty Bresser (1914-2004) und Kaete Augusti-Steinkamp (1895-1970). Collagen und Assemblagen? Nun ja, hier sind die Übergänge fließend von Collagen (oft mit Japan-Papier) zu Malerei einerseits und zu Assemblagen (also mit dreidimensionalen Anteilen) andererseits. Hetty Bresser besticht im vorderen Raum mit meist geometrischen Formen in subtil abschattierten, sanften Farben. Von Ingo Hoddick

Die noch größere Entdeckung wartet freilich im hinteren Raum mit den visionären, starkfarbigen und stilistisch vielfältigen Werken von Kaete Augusti-Steinkamp. Schon als Kind war es ihr "sehnlichster Wunsch, Dinge zu malen, die es gar nicht gibt", und viel später fasste sie den Antrieb ihres Schaffens so zusammen: "In neuer Sicht erfahren wir, dass es hinter unserer Erscheinungswelt alle Dinge wirklich gibt, die sichtbar zu machen es den Künstler ahnungsvoll treibt." Eröffnet wird die Ausstellung am morgigen Freitag, 1. Juli, um 19.30 Uhr.

Geöffnet ist sie dann bei freiem Eintritt donnerstags und freitags von 18 bis 21 Uhr. Die Werke sind auch käuflich zu erwerben - und erschwinglich.

Quelle: RP
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