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Duisburg
Zwischen Swing und Rock'n'Roll

Duisburg. Seit einem Vierteljahrhundert gibt es die erfolgreiche Konzertreihe "JazzLive" des Duisburger Jazz-Promoters Bernd Albani, meistens im Festsaal des Hotels "Duisburger Hof". Ebenso lange spielt die niederländische Band "Jazz Connection" zusammen. Jetzt war das Sextett hier zu erleben, schon zum zweiten Mal nach zwei Jahren. Von Ingo Hoddick

"Jazz Connection" orientieren sich am Jive, also an jenem schwarzen Swing-Revival der 1950er Jahre, das schon mit einem Bein im Rock'n'Roll steht. Das ist fetzig und auch mal laut, bleibt aber immer in dem eher gemäßigten Mainstream-Fahrwasser, das bei "JazzLive" erwünscht ist. Das hat Kontrapunkt und Präzision verinnerlicht, wirkt aber jederzeit spontan. Die Besetzung mit Jurgen Feskens (Trompete und Flügelhorn), Peter van Steen (Posaune), Rob Henneveld (Tenorsaxophon), Bart Maasen (Klavier), Art Hoendervangers (Drums) und nicht zuletzt Bandleader Bart Wouters (Kontrabass) klingt recht sonor, auch wenn die Herren singen, vor allem wenn wie hier noch ein aus-tralischer Tenorsaxophonist hinzukommt.

Holländischer Humor ist mehr als ein Klischee, und so gab es auch diesmal einiges zu lachen. Zum Beispiel scherzte Bart Wouters, der Gast sei ausschließlich deshalb dabei, weil er die gleichen blau-weißen Schuhe trage. Und der Australier gab launig zurück, er lerne heute viele neue Songs. Ja, schmunzelte der Bassist, sie hätten jeweils die B-Seiten der Schallplatten ausgewählt.

Nach fast drei Stunden war das Duisburger Publikum sehr zufrieden - auch wenn es bei "Junpin' Jive" nur mäßig begeistert mitgehüpft war. In Ostasien komme das immer sehr gut, an, betonten die Musiker.

Quelle: RP
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