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Emmerich
18 Prozent der Kinder zu dick

Abschluss der Festwoche der Realschule Rees
Abschluss der Festwoche der Realschule Rees FOTO: Stade, Klaus Dieter
Emmerich. Beim Promenadenlauf machten gestern Abend mehr als 600 Kinder mit. Ein Rekord-Ergebnis trotz des schlechten Wetters. Aber Fachleute warnen: In Emmerich ist noch immer jedes fünfte Kind zu dick. Von Monika Hartjes

In der letzten Sitzung des Schulausschusses hatte Kommunalberater Sascha Brouwer darüber informiert: Unter den Grundschülern, die beim Projekt "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" mitmachen, sind über 18 Prozent übergewichtig. Falsche Ernährung, zu viel Herumsitzen vor Computer & Co. und zu wenig Bewegung seien Schuld daran. "Da sind vor allem die Eltern gefragt, die sind aber oft schwer zu erreichen", so Brouwer.

Gestern Abend war beim firmenfitness-Promenadenlauf davon nichts zu spüren. Über eine Rekordbeteiligung von 1500 Sportler, davon mehr als 600 Kinder, waren die Organisatoren um Jan-Matti Becker von der Krankenhaus-Holiding "pro homine" begeistert. Allein bei den Bambiniläufen beteiligten sich 200 Jungen und Mädchen aus verschiedenen Kindergärten. Alle hielten durch und wurden am Ziel mit einer Goldmedaille belohnt.

"Gesunde Ernährung ist bei uns jeden Tag ein Thema, noch wichtiger ist aber die regelmäßige Bewegung", sagte Sabine Seegers, Leiterin vom St.-Martinus-Kindergarten Elten. Alle 33 Vorschulkinder zwischen fünf und sechs Jahren machten beim Promenadenlauf mit. "Das ging aber auch nur, weil alle Eltern mitzogen und uns unterstützten." Mindestens einmal pro Woche wurde im nahe gelegenen Dr-Robbers-Park trainiert. "Und selbst Kinder, die sich sonst nicht so gerne bewegen, wurden von den anderen mit ihrer Begeisterung angesteckt", stellte die Erzieherin fest.

Der Schülerlauf über 2,5 Kilometer wurde in zwei Gruppen gestartet, zuerst die Mädchen, dann die Jungen. Auch hier machten sich jeweils 200 Teilnehmer auf den Weg. Frederik Elbers, acht Jahre, und sein Freund Fabian Portugall, sieben Jahre, machten mit. Beide hatten sich beim Fußballtraining und in der Schule auf den Lauf vorbereitet.

"Fabian gehört glücklicherweise zu den Kindern, die sich gerne bewegen", sagte Mutter Anke Portugall. "Computerspielen, Fernsehen und Süßigkeit gibt es nur in Maßen." Dass den beiden Jungs die sportliche Betätigung gut tut, bewiesen sie damit, dass sie locker die Strecke von 2,5 Kilometer meisterten. Und auch einige Tropfen Regen machten ihnen nichts aus.

 

Quelle: RP
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