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Emmerich
20 Jahre Riswicker Bauernmarkt

Emmerich: 20 Jahre Riswicker Bauernmarkt
Das sind die Beschicker des Riswicker Bauernmarktes, verstärkt um PR-Frau Anna van Bebber (vorne rechts mit Blumen). Morgen werden sie ihre frischen Produkte wieder anbieten, dazu gibt's einige Unterhaltung. FOTO: Anja Settnik
Emmerich. Eine extralange Öffnungszeit gibt es morgen beim Riswicker Bauernmarkt. Die Beschicker und ihre Stammkunden feiern das 20-jährige Bestehen der beliebten Veranstaltung. Ob konventionell oder Bio - Hauptsache regional. Von Anja Settnik

Seine landwirtschaftlichen Produkte selbst zu vermarkten, ist bis heute nicht einfach. Einen festen Ort und eine ebensolche Zeit zu haben, seine Kunden zu treffen, war und ist deshalb eine gute Sache.

Seit 20 Jahren bietet an jedem Donnerstagnachmittag etwa ein Dutzend Marktbeschicker seine frische Ware auf dem Gelände von Haus Riswick an. Es sind nicht irgendwelche Händler, die das Landwirtschaftszentrum nutzen, um Obst, Gemüse und vieles mehr zu präsentieren. Es sind Erzeuger aus der Region. Sie leben und ackern alle in einem Radius von 85 Kilometern, erzählt Anna van Bebber, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von Haus Riswick. Den erfolgreichen Markt feiern die Akteure am morgigen Donnerstag mit einer extralangen Öffnungszeit von 12 bis 19 Uhr.

"Es ist immer wieder schön, die Geschichte zu erzählen, wie alles begann", berichtet van Bebber schmunzelnd. Damals, vor 20 Jahren, wurde zwar die Idee des Marktes geboren, wie so etwas funktionieren kann, war aber recht unklar. "Es gab ja keine vergleichbaren Organisationen. Deshalb fuhren Maria Wenzel-Teuber, die leider nicht mehr lebt, und Helmi Schoofs mit dem Zug nach Österreich, um eine Messe für Direktvermarkter zu besuchen. Auf dem Rückweg betrieben sie ein regelrechtes Brainstorming mit ganz vielen beschriebenen Zettelchen."

Heute sind alle Beschicker echte Profis, bieten Käse, Fleisch, Eier und Geflügel, Obst und Gemüse oder auch Forellen an. Zwei Stände mit "Bio" sind vertreten, vom Rouenhoff kommt auch Bio-Fleisch. Die Öko-Betriebe Voorthuysen und Wittenhorst "vertragen" sich gut mit den konventionell produzierenden Kollegen. Der Kunde soll frei wählen dürfen. "Am wichtigsten ist, dass es die Erzeuger selbst sind, die hier verkaufen, dass jeder erfahren kann, woher die Lebensmittel stammen", sagt Anna van Bebber. "Das macht uns glaubwürdig." Ein weiterer Anlass, donnerstags zum Bauernmarkt zu kommen, ist das Café mit Kuchenverkauf. Den backen Meisterinnen der ländlichen Hauswirtschaft - jede der ambitionierten Bäckerinnen hat zuhause eine zweite, nämlich gewerbliche, Küche. Das verlangen die Hygienerichtlinien.

Ludger Wittenhorst, der Vorsitzende des Betreibervereins, freut sich, wenn Ehepaare ("meist 50 plus") ab 12 Uhr zum Kuchenessen kommen, die Mütter mit kleinen Kindern kommen etwas später. Auch Großeltern sind gerne dabei und nutzen den Einkaufsbummel, um den Enkeln die Tiere zu zeigen. Nur der Familienhund, der bleibt besser zuhause, denn er darf nicht mit auf den Markt, um das Vieh nicht zu gefährden.

Zum "Geburtstag" haben sich viele Händler etwas Besonderes einfallen lassen, so wird vor Ort gebacken, ein Räucherofen für Fisch wird aufgebaut, es gibt Leckereien. Die Kleinen unterhält ein Clown, den Großen werden alte Gerätschaften und vielleicht ein Glas "WalterBräu" gefallen. Es können Kräuter gesät oder getopft werden, alles duftet nach Frühling. Wer einkauft, bekommt (nur an diesem Tag) eine Bauernmarkt-Stofftasche geschenkt.

Quelle: RP
 
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