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Emmerich
"24-Stunden-Milchbar" in Praest

Emmerich. Hof Roebrock an der Grünen Straße bietet per Automat frische Rohmilch an.

Geld rein, Milch raus. Das ist das einfache Prinzip des neuen Rohmilch-Automaten, den Edith und Robert Roebrock auf ihrem Hof an der Grünen Straße in Praest jetzt aufgestellt haben. Am Eingang des landwirtschaftlichen Betriebes weist ein Schild auf die neue Milchzapfsäule hin, die sich in einem eigenen Räumchen befindet und rund um die Uhr zugänglich ist.

Versorgt wird die "24-Stunden-Milchbar" über einen 100-Liter-Tank, der täglich mit frischer, hygienisch-kontrollierter Rohmilch aufgefüllt wird. Sie stammt aus der Produktion der 70 Roebrock'schen Kühe, die bis zu 1.500 Liter Milch am Tag geben.

Wer sich Praester Milch am Automaten holen will, zahlt einen Euro pro Liter, kann aber auch weniger abzapfen. Das Wechselgeld kommt automatisch. Flaschen können mitgebracht oder auch vor Ort gekauft werden.

Wie so viele Milchbauern ärgert sich auch Familie Roebrock über die eingebrochenen Milchpreise. Doch das war nicht der alleinige Grund, um den neuen Automaten aufzustellen. "Milch ist ein sehr arbeitsintensives Produkt und gleichzeitig ein hochwertiges und gesundes Nahrungsmittel. Das wird heute leider gar nicht mehr so wahrgenommen", bedauert Edith Roebrock, die hofft, beim Verbraucher den Sinn für Qualität und Herkunft von Lebensmitteln schärfen zu können. In Praest hat das schon gut funktioniert. "Die Nachfrage ist groß", freut sie sich.

Edith Roebrock empfiehlt, die Milch vor dem Verzehr abzukochen. Im Kühlschrank hält sie sich drei bis vier Tage. "Am besten schmeckt sie aber ganz frisch", sagt sie.

(bal)
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