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Emmerich
26 Millionen Euro für die Gesamtschule

Emmerich: 26 Millionen Euro für die Gesamtschule
Der Kopfbau links wird abgerissen und durch ein dreigeschossiges Gebäude ersetzt. Das ist der Beginn der Modernisierung. FOTO: Endermann
Emmerich. Um die neue Emmericher Schule für die Zukunft aufzustellen, nimmt die Stadt Emmerich viel Geld in die Hand. Alle drei Standorte sind betroffen. Die Oberstufe der Gesamtschule kommt später in das Gebäude der Europaschule. Von Monika Hartjes

Die Stadt Emmerich wird in die Modernisierung der drei Standorte ihrer neuen Gesamtschule 26 Millionen Euro stecken. Das Geld fließt in den Jahren bis 2022.

Mit zwei Gegenstimmen hat der Schulausschuss, der am Dienstag tagte, das beschlossen. Zugrunde lag eine Planung des Architekturbüros Hausmann, die mehrere Varianten für die Modernisierung vorsah. Vor dem Beschluss waren daher etliche Verständnisfragen notwendig, um einen Vergleich zwischen den Varianten ziehen zu können.

Die ersten Pläne der Verwaltung beliefen sich auf rund zehn Millionen Euro. Hierbei ging man von einer Sechszügigkeit in der Sekundarstufe I und einer Dreizügigkeit in der Sekundarstufe II aus. Der Schwerpunkt der Erweiterungsmaßnahmen wurde auf die Gebäude Brink / Paaltjessteege gelegt.

"Das war eine reine 'Betonbetrachtung'", sagte Bürgermeister Peter Hinze. Nicht enthalten waren beispielsweise Brandschutzmaßnahmen, Barrierefreiheit, Inklusion, Differenzierung und das pädagogische Konzept. Die Variante des Architektenbüros, die das alles berücksichtigte, belief sich auf die dreifache Summe: rund 30,4 Millionen Euro.

Die Mitarbeiterin Florence Verspey erläuterte die Pläne. Am Brink werden die Klassen 5 bis 7 untergebracht, geplant wird siebenzügig, an der Realschule werden die Klassen 8 bis 10 untergebracht, hier wird sechszügig geplant, in der Europaschule kommt die Oberstufe.

"Der Kopfbau der Brink-Schule am Nonnenplatz wird abgerissen und dreigeschossig neu gebaut mit einer Verbindung zum Mensa-Gebäude und zum JuCa. Damit sollen die Baumaßnahmen beginnen. Zweite Maßnahme ist die Europaschule. "In der Sparvariante wird hier nur das Notwendigste gemacht, um den Schulbetrieb zu gewährleisten", so Verspey. Dazu gehören unter anderem brandschutztechnische Verbesserungen im Bereich der Aula, ein Fahrstuhl und Barrierefreiheit, im Erdgeschoss eine Cafeteria.

Dritte Bauphase ist dann die Sanierung der Realschule am Grollscher Weg. Im oberen Geschoss sind Klassen- und Fachräume, ein Lift wird eingebaut, im Erdgeschoss entsteht eine Mensa. "Die Umbaumaßnahmen erfolgen während des Schulbetriebes, bei größeren Maßnahmen kann man auf das Interim Elten ausweichen und braucht so keine Containerlösung."

Anja Allmacher bemängelte, dass durch die Sparmaßnahmen eine Oberstufe zweiter Klasse entstehe. Manfred Mölder machte sich Sorgen, dass in der Europaschule sowieso bereits ein Sanierungsstau bestehe. "Alles Notwendige wird gemacht", sagte Bürgermeister Hinze.

Leegmeerschule Zum Punkt "Schulraumplanung der Leegmeer-Grundschule" beschloss der Schulausschuss, mit der ersten Phase, dem Abriss der Umkleide und dem Neubau von drei neuen Klassen, Förder- und Differenzierungsraum, nach dem Entwurf Variante 2 aus der Ausarbeitung der Hausmann-Architekten schnell zu beginnen. Die CDU stellte den Antrag, vor Beginn der zweiten Bauphase die entsprechenden Gremien an der weiteren Ausführung zu beteiligen.

Schulentwicklungsplan Vor der Diskussion um die Schulbauten erläuterte Tilman Bieber vom Büro Komplan den Schulentwicklungsplan bis zum Schuljahr 2021/22. Die Zahlen der letzten drei Jahre zeigten, dass das Gymnasium rund 40 Prozent, die Gesamtschule rund 55 Prozent der Abgänger aufnahm. "Emmerich ist eine typische Selbstversorgerkommune", sagte Bieber. Mittelfristig werde es in den nächsten Jahren keinen schulorganisatorischen Handlungsbedarf geben. Die Gesamtschule in der Sekundarstufe 1 wird durchschnittlich sechszügig sein. Zu beachten ist jedoch auch, dass die Spannbreite zwischen fünf und sieben Züge liegen kann, weil beispielsweise die beiden Jahre 2016/17 sowie 2017/18 eher schwache Jahrgänge sind. "Das Willibrord-Gymnasium wird seine Schülerzahl mit knapp 800 halten, die Gesamtschule wird am Ende der Planungszeit über 1100 Schüler haben", so Bieber.

Ferienbetreuung Die Ferienbetreuung kann von Eltern einzeln gebucht werden. Die Kosten betragen je Ferienwoche 50 Euro je Kind. Für Eltern von mehr als einem Kind bedeutet dies eine Mehrbelastung. Der Schulausschuss beschloss, dass die Kosten für Geschwisterkinder von der Stadt getragen werden.

Schule plus Aus der "Schule von acht bis eins" hat sich das Angebot "Schule plus" entwickelt, das die Betreuung nach Schulende bis maximal 13.30 Uhr umfasst. Bis auf die Rheinschule werden an allen Grundschulen beide Betreuungsangebote angeboten. Der Ausschuss beschloss die Satzung über das Betreuungsangebot.

Quelle: RP
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