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Emmerich
40-Jähriger im Rhein ertrunken

Emmerich. Ein Ungar war am Samstag von der Rheinströmung erfasst worden. Es ist der zweite Badeunfall im Raum Emmerich innerhalb von wenigen Tagen.

Schon wieder ein tragischer Badeunfall im Raum Emmerich: Nachdem bereits am Donnerstagnachmittag ein 29 Jahre alter Serbe in einem Baggerloch in Vrasselt ertrunken war (die RP berichtete), suchten Retter am Samstag bei Emmerich, aber auf niederländischem Gebiet, nach einem Vermissten. Wie eine niederländische Zeitung gestern berichtete, ist der Mann offenbar gegen 15 Uhr im Rhein ertrunken.

Dabei handelt es sich vermutlich um einen 40 Jahre alten, in Deutschland lebenden Ungar. Er war auf der Emmericher Rheinseite direkt hinter der Grenze in dem kleinen Ort Spijk in den Fluss gegangen und wurde von der starken Strömung mitgerissen. Nach Angaben der niederländischen Polizei war der Mann zusammen mit einem Freund zum Baden an den Rhein gekommen. Der Freund sah, wie der 40-Jährige im Wasser unterging und nicht mehr an die Oberfläche zurückkam. Anschließend informierte er über die Notrufnummer die niederländische Polizei.

Mit mehreren Booten der Feuerwehr und der Polizei wurde vergeblich nach dem Mann gesucht. Auch die deutsche Wasserschutzpolizei half den zuständigen niederländischen Kollegen bei der Suche, wie ein Sprecher der Leitstelle in Duisburg sagte. Nach knapp zwei Stunden wurde die Suche am Samstag ergebnislos abgebrochen.

Laut einer Sprecherin der Feuerwehr Gelderland-Midden (Niederlande) ist die Strömung an der Stelle extrem stark. Der Ungar ist vermutlich von dem Fahrwasser der Großschiffe angesaugt worden. Gestern setzten die Niederländer die Suche fort. Mit einem Sonarboot sollte der 40-Jährige geortet werden. Bislang ohne Erfolg.

Aufgrund der Vielzahl an Badeunfällen warnt die DLRG im Kreis Kleve vorm Schwimmen in natürlichen Gewässern. Zwar sei die Qualität der Gewässer hoch, dennoch sei das Schwimmen dort nicht ganz ungefährlich. "Auch geübte Schwimmer können bei Unterströmungen in Not geraten", so die DLRG. Wer dort dennoch schwimmen möchte, der sollte einige Tipps befolgen. Und diese lauten wie folgt: nie überhitzt ins Wasser gehen, nie alkoholisiert schwimmen gehen, nie mit vollem Magen ins Wasser gehen, nie mit ganz leerem Magen Schwimmen gehen, für Nichtschimmer und ungeübte Schwimmer gilt die Regel nur bis zur Brust in Wasser. Eltern sollten ihre Kinder an den Gewässern immer im Auge behalten. Besondere Vorsicht ist an den Baggerseen geboten, da sie durch Grundwasser gespeist werden. Baden ist nur erlaubt, wo Badeaufsicht gegeben ist.

(jan/jul)
 
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